Raimo Harder für deutsch-russische Hochschulkooperation ausgezeichnet

Zwischen zwei Welten: Seit 2014 koordiniert Raimo Harder die Denkwerkstatt »Urba

Zwischen zwei Welten: Seit 2014 koordiniert Raimo Harder die Denkwerkstatt »Urbane Infrastruktur«, welche jährlich abwechselnd in Weimar und Moskau stattfindet. (Foto: Thomas Müller) Download-Version

Seit 1967 pflegt die Bauhaus-Universität Weimar intensive Kontakte zur Moskauer Staatlichen Bauuniversität (MGSU). Koordiniert wurde der bilaterale Austausch jüngst maßgeblich durch Dipl.-Ing. Raimo Harder von der Professur Verkehrssystemplanung. Für sein Engagement im Rahmen der jährlich stattfindenden Denkwerkstatt »Urbane Infrastruktur« wird der wissenschaftliche Mitarbeiter am 15. September vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und dem Deutschen Wissenschaftsund Innovationshaus (DWIH Moskau) in Berlin geehrt.

Seit 2014 findet die Workshop-Reihe der Professur Verkehrssystemplanung jährlich wechselnd in Moskau und Weimar mit Studierenden beider Länder statt. Dabei suchen studentische Teams der Urbanistik, des Baumanagements und der Umweltingenieurwissenschaften Disziplinen übergreifend nach innovativen Lösungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung mit zukunftweisenden Infrastruktursystemen. »Die Zusammenarbeit, der Erfahrungsaustausch und die gemeinsame Suche von Lösungen ermöglichen es, den Horizont und das Wissensgebiet der Studierenden beider Länder zu erweitern. Sie erlernen und vertiefen die Verwendung internationaler Ansätze unter gleichzeitiger Berücksichtigung der nationalen Eigenheiten«, erläutert Projektkoordinator Raimo Harder. »Das Eintauchen in eine andere Kultur und der Austausch über unterschiedliche Weltbilder stärkt zugleich die interkulturelle Kompetenz aller Studierenden und schafft eine wichtige Grundlage zur Entwicklung von international wettbewerbsfähigen Ideen«, fügt er hinzu. Perspektivisch wird sich die Denkwerksatt auch mit der Resilienz von Städten in einer Pandemiesituation sowie mit den Auswirkungen der Covid-19-Epidemie befassen.

Brücken für die deutsch-russische Hochschulzusammenarbeit

Gemeinsam mit 24 weiteren Projekten überzeugte Harders Denkwerkstatt beim bundesweiten Wettbewerb »Brücken für die deutsch-russische Hochschulund Wissenschaftszusammenarbeit«, welcher anlässlich des Deutsch-Russischen Themenjahrs 2018-2020 ausgelobt wurde. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Abschlussveranstaltung unter der Schirmherrschaft des Außenministers der Russischen Föderation, Sergej Lawrow und des Bundesministers des Auswärtigen der Bundesrepublik Deutschland, Heiko Maas, statt.

Insgesamt bewarben sich 124 Hochschulen und Forschungseinrichtungen in den Kategorien »Zusammenarbeit zwischen Hochschulen«, »Spitzenforschung«, »Innovation« und »Wissenschaftlicher Nachwuchs«. Die eingereichten Kooperationsprojekte stammen aus nahezu allen Fachdisziplinen. Neben den bekannten deutschen Forschungsförderorganisationen beteiligten sich zahlreiche deutsche Hochschulen sowie Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler zusammen mit ihren russischen Partnern.

Lebendige Kooperation seit über 50 Jahren

Der Kooperationsvertrag mit der Moskauer Staatlichen Bauuniversität ist einer der ältesten der Bauhaus-Universität Weimar. Er wurde am 21. April 1967 erstmalig unterzeichnet und wird seitdem regelmäßig erneuert. Die Ziele der strategischen Partnerschaft mit der MGSU umfassen unter anderem die Entwicklung gemeinsamer Forschungsprojekte, die Internationalisierung des Ingenieurstudiums und der Doktorandenqualifikation sowie die internationale Arbeitsmarktbefähigung der Absolventinnen und Absolventen. Dies beinhaltet den bilateralen Austausch von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Doktoranden und Studierenden sowie die gemeinsame Durchführung von Workshops, Konferenzen, Gastvorlesungen und Gastdozenturen in den Bereichen Bauingenieurwesen, Informatik, Management und Verkehrsinfrastruktur.


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