Qualitätstests von FFP2-Masken und Filtermaterialien für Krankenhäuser und Anbieter von Schutzausrüstung

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Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der RWTH Aachen haben gemeinsam mit Partnern aus der Region ein dreistufiges Testverfahren für FFP2-Masken und Filtermaterialien entwickelt. 

 

Hieran waren neben dem RWTH-Lehrstuhl für Chemische Verfahrenstechnik das DWI – Leibniz-Institut für Interaktive Materialien e.V. und das Institut für Arbeits-, Sozialund Umweltmedizin der Uniklinik RWTH Aachen beteiligt. Unterstützung aus der Industrie lieferten die Spin-offs FURTHRresearch und ZUMOLab sowie die Messtechnikfirma TSI. Am Messstand in der Aachener Verfahrenstechnik (AVT) sind in den letzten Wochen bereits zahlreiche Masken geprüft und zumeist positiv bewertet worden.

„Seit Beginn der Corona-Krise benötigen die Krankenhäuser deutlich mehr FFP2-Masken. Diese beziehen sie zum Teil von neuen Lieferanten. Wir wollen mit unserer Initiative zur sicheren Versorgung des medizinischen Personals beitragen und haben deshalb innerhalb weniger Tage das Testverfahren entwickelt, welches die Krankenhäuser in ihrer Qualitätskontrolle unterstützt", erläutert Dr.-Ing. John Linkhorst, Oberingenieur am Lehrstuhl für Chemische Verfahrenstechnik. Er ergänzt: „Zunächst hat sich unsere Messkampagne auf eine Kooperation mit der Uniklinik RWTH Aachen beschränkt. Inzwischen unterstützen wir deutschlandweit Kliniken, aber auch weitere Einrichtungen wie Feuerwehren und Rettungsdienste."

Prüfung in drei Stufen

Das Verfahren orientiert sich an den entsprechenden DIN-Normen und testet die Masken als Ganzes inklusive Verarbeitung. Die AVT prüft in drei Stufen: Zunächst gilt es, den Sitz der Maske auf einem Puppenkopf zu beurteilen. Ein guter Sitz stellt sicher, dass keine Viren an der Maske vorbei in die Atemwege gelangen können. Anschließend zeigen Messungen in einem Maskenhalter die Filtrationsleistung. Schließlich werden die Eigenschaften des eigentlichen Filtermaterials geprüft, um Fehlerquellen zu identifizieren. „Ist hochwertiges Filtermaterial ohne Fehlstellen zu einer gutsitzenden Maske verarbeitet, können wir das eindeutig feststellen. Die Krankenhäuser werden von uns hierüber umgehend informiert und können auf dieser Basis über die weitere Verwendung der Masken entscheiden", so Umweltingenieurwissenschaftlerin Anna Kalde, wissenschaftliche Mitarbeiterin des DWI, die gemeinsam mit Michael Alders die Maskentests organisiert.

Professor Matthias Wessling, Inhaber des Lehrstuhls für Chemische Verfahrenstechnik und Mitglied der Wissenschaftlichen Leitung des DWI betont: „Von Grundlagenforschung im Bereich der Filtermaterialien, über 3D-Druck, den Bau von Prototypen und Pilotanlagen bis zur Entwicklung von Medizinprodukten decken wir in der Aachener Verfahrenstechnik ein breites Forschungsfeld ab. Daher sind wir es auch gewohnt, in interdisziplinären Teams zusammenzuarbeiten. Diese Kompetenzen bringt unser engagiertes Team in das Projekt ein". Wessling ist auch Prorektor für Forschung und Struktur der RWTH und seit 2019 Träger des Gottfried Wilhelm Leibniz-Preises. „Nach wie vor erreichen uns viele Anfragen, wir werden weiter testen", so Wessling.

Die Unterstützung durch die Partner aus der Region trug wesentlich zum Projekterfolg bei. So stellte die TSI GmbH für den Messstand einen Aerosolgenerator und -detektor zur Verfügung, ZUMOLab ermöglichte durch Bereitstellung von Steuerungssoftware und einer Messbox die Speicherung der Daten, und FURTHRresearch begleitet die Tests mit Know-how und Datenmanagementsoftware.


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