Promovenden sind Higgs-Boson auf der Spur

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat einen Antrag der RWTH Aachen bewilligt. Die Hochschule kann jetzt das Graduiertenkolleg „Physik der schwersten Teilchen am Large Hadron Collider" einrichten. Ziel eines Graduiertenkollegs ist die Ausbildung besonders qualifizierter Doktorandinnen und Doktoranden.

Das Graduiertenkolleg „Physik der schwersten Teilchen am Large Hadron Collider" ist darauf ausgelegt, die schwersten bekannten und vorgeschlagenen Teilchen zu untersuchen. Im Fokus liegen sowohl das Higgs-Boson als möglicher Schlüssel zu neuer Physik als auch das Topquark als das schwerste bekannte Quark. Das Higgs-Boson ist für den Mechanismus der Massenerzeugung der bekannten Bestandteile der Materie unabdingbar. Zusätzlich werden bislang noch unentdeckte, schwere Teilchen jenseits des Standardmodells erforscht.

Ziel des Graduiertenkollegs ist ein besseres Verständnis der Struktur des Higgs-Mechanismus als zentralem Bestandteil des Standardmodells der Elementarteilchenphysik. Der Large Hadron Collider liefert dazu entscheidende Erkenntnisse zur Beantwortung der grundlegendsten Fragen zur Natur. Die Forscherinnen und Forscher untersuchen die Eigenschaften von Elementarteilchen und wollen dabei theoretische Untersuchungen mit experimentellen Daten zusammenführen, die der Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider am CERN in Genf liefert.

Die Doktorandinnen und Doktoranden werden nicht nur in der Grundlagenforschung ausgebildet, sondern dazu befähigt, komplexe Probleme innerhalb großer internationaler Kollaborationen zu lösen. Acht Professorinnen und Professoren und eine Privat-Dozentin aus den Instituten für experimentelle und theoretische Teilchenphysik der RWTH betreuen die Arbeiten. Die Leitung des Graduiertenkollegs übernimmt Professor Michal Czakon vom Institut für Theoretische Teilchenphysik und Kosmologie.

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