Ostdeutsche in Führungspositionen nach wie vor stark unterrepräsentiert

Masterstudierende der Kommunikationsund Medienwissenschaft erhoben Daten für Kooperationsprojekt Auch über 30 Jahre nach der Wiedervereinigung sind Ostdeutsche in Führungspositionen bezogen auf ihren Bevölkerungsanteil stark unterrepräsentiert, sowohl in gesamtdeutschen Führungspositionen als auch in Ostdeutschland selbst. Das ergab eine aktuelle Datenerhebung von MDR und dem Institut für Kommunikationsund Medienwissenschaft der Universität Leipzig.

Die Datenerhebung wurde von Masterstudierenden der Kommunikationsund Medienwissenschaft im Rahmen des Methodenmoduls ,,Ostdeutsche Eliten in Gesellschaft und Medien" in Kooperation mit dem MDR umgesetzt. Sie beschreibt Karrierewege sowie Repräsentanz von Ostdeutschen in bundesdeutschen Elitepositionen.

Ein in den letzten Jahren erwartetes Nachrücken Ostdeutscher in Elitepositionen und ein Ansteigen der Anteile habe in vielen der untersuchten gesellschaftlichen Bereiche nicht stattgefunden, so die Autoren um Honorarprofessor Olaf Jacobs. In einigen Bereichen seien sogar Rückgänge zu verzeichnen.

Die Ergebnisse der Datenerhebung wurden am Mittwoch (8. Juni 2022) in Anwesenheit des Staatsministers und Beauftragten der Bundesregierung für Ostdeutschland, Carsten Schneider, im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin offiziell vorgestellt. Eine ausführliche Darstellung inklusive Hinweise zur Methodik ist auf der online abrufbar.

Nina Vogt

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