»Open your mind!« - Die 6. Lange Nacht des wissenschaftlichen Schreibens findet in diesem Jahr online statt

In den vergangenen Jahren fand die »Lange Nacht des wissenschaftlichen Schreiben

In den vergangenen Jahren fand die »Lange Nacht des wissenschaftlichen Schreibens« in der Universitätsbibliothek der Bauhaus-Universität Weimar statt - 2020 wird sie erstmals online veranstaltet. Foto: Henry Sowinski Download-Version

Wissenschaftliche Texte sind die Basis von Wissenschaft und setzen wichtige Impulse sowohl im gesellschaftlichen Diskurs als auch im persönlichen Werdegang. Aus diesem Grund befasst sich die 6. Lange Nacht des wissenschaftlichen Schreibens mit den aktuellen Herausforderungen des wissenschaftlichen Publizierens. Wohin führt die Open Science-Bewegung? Wie können wissenschaftliche Ergebnisse in die Gesellschaft kommuniziert werden? Welche Trends gibt es in der Schreibberatung an Universitäten? Unter dem Motto »Open your mind!« lädt die Bauhaus-Universität Weimar am Donnerstag, 4. Juni 2020, Studierende, Promovierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität sowie alle weiteren Schreibinteressierten zur diesjährigen Veranstaltung ein. Von 18 bis 24 Uhr erwartet die Gäste ein abwechslungsreiches Programm an Livestreams, Webinaren, Chats und virtuellen Touren.

Den Veranstaltungsauftakt bildet die live übertragene Gesprächsrunde »Auf der Suche nach dem richtigen Ton. Ein Gespräch über Wissenschaft, Texte und Diskriminierung«, die von der Promovierenden Daniela Marzavan moderiert wird. Nach einem Impulsvortrag des Kommunikationswissenschaftlers und Kampagnenund PR-Beraters Dr. Eric Wallis findet eine gemeinsame Diskussion mit Angehörigen der Bauhaus-Universität Weimar statt, unter ihnen Jutta Emes, Vizepräsidentin für Internationales, Diversität und Transfer und Mitglied der Adhoc-Gruppe »Mut, Neugier, Zuversicht«, Max Welch Guerra, Senator und ebenfalls Mitglied der Adhoc-Gruppe, sowie den Studierenden Dean Ruddock, Mitglied im Referat Politische Bildung des StudierendenKonvents, und Lilli Walter, die sich bei der studentischen Initiative »Weimar ohne Grenzen« engagiert.

Einen besonderen Programmpunkt stellt das »OPEN READING« dar. Gemeinsam mit dem Deutschen Nationaltheater und Staatskapelle Weimar präsentieren Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit Schauspielerinnen und Schauspielern im Zehnminutentakt Texte aus eigener oder fremder Feder. Gelesen werden persönlich gewählte Dokumente und Texte, sei es Claudia Brunners »Epistemische Gewalt«, Wolfgang Borcherts »Kegelbahn« oder Robert K. Mertons »Auf den Schultern von Riesen«.

Weiterhin gibt es deutschund englischsprachige Webinare zum kollaborativen Schreiben, zur Suche nach historischen Vorbildern unserer virtuellen Archive, zur Einführung in die Bibliotheksnutzung, zur Literaturverwaltung, zum Forschungsdatenmanagement und zu Open Source, Libre Office und LaTEX. Anregungen zum gendergerechten Schreiben und die Mindmap zur Radiokunst komplettieren die Veranstaltung ebenso wie eine virtuelle sausstellung, eine besondere Bibliotheksgeschichte oder die 360-Grad-Magazinführung durch die Universitätsbibliothek.

Auch in diesem Jahr erfreut sich die Lange Nacht über die Beteiligung weiterer innerund außeruniversitärer Kooperationspartnerinnen und -partner. Das Schreibzentrum der Friedrich-Schiller-Universität Jena bietet eine persönliche Schreibberatung und die psychosoziale Beratungsstelle des Studierendenwerks Thüringen einen Schreibblog an. Für musikalische Stimulanz sorgen Studierende der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar sowie das studentische Kollektiv »Tonraum«, die mit elektronischen Rhythmen die Veranstaltung ausklingen lassen.

Die Lange Nacht des wissenschaftlichen Schreibens fand in den vergangenen Jahren als Präsenzveranstaltung in der Universitätsbibliothek statt. Aufgrund der Corona-Pandemie entschied sich das Organisationsteam kurzfristig dazu, die Angebote ins Digitale zu transferieren und passfähig zu gestalten. Eine besondere Herausforderung stellte das Zusammenspiel von technischen, datenschutzrechtlichen und urheberrechtlichen Aspekten dar, die nur als Gemeinschaftswerk von verschiedenen Bereichen der Universität zu lösen waren.


This site uses cookies and analysis tools to improve the usability of the site. More information. |