Öffentlicher Künstlerinnenabend

Collage von Ruth Tesmar aus dem Band ,,Schmoren im Paradies. Eine kulinarische E

Collage von Ruth Tesmar aus dem Band ,,Schmoren im Paradies. Eine kulinarische Erzählung’ © Ruth Tesmar

Im Oktober 2021 trat die Autorin Kerstin Hensel die inzwischen vierte Poetikdozentur am Germanistischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster an. "Närrin auf schwarzem Grund" betitelte die in Berlin lebende Prosaautorin und Lyrikerin ihr münstersches Gastspiel. Dieses findet am Montag, 13. Juni, 20 Uhr, mit einem öffentlichen Künstlerinnenabend in der Studiobühne (Domplatz 23, 48143 Münster) seinen Abschluss, zu dem alle Interessierten eingeladen sind. Der Eintritt ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Für den jetzt stattfindenden Künstlerinnenabend hat Kerstin Hensel die Literaturwissenschaftlerin und Kritikerin Carola Wiemers sowie die Künstlerin und Hochschuldozentin Ruth Tesmar eingeladen. Gemeinsam stellen sie ihren illustrierten Essay "Schmoren im Paradies" vor, 2020 im Quintus-Verlag erschienen, und diskutieren ihn mit dem Publikum. In lockerer Atmosphäre wollen die drei Künstlerinnen an dem Abend über Lieblingsessen ins Gespräch kommen. Dabei vertretene Sprachen: Alltagsund Gelehrtendeutsch, Lyrikund Kauderwelsch, Kirchenund Küchenlatein.

Die 1961 in Chemnitz geborene Kerstin Hensel studierte in der DDR am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Erste Gedichte erschienen 1986 im "Poesiealbum", ihr Debütroma "Auditorium panopticum" veröffentlichte sie 1991. Ihr Erzählstil ist geprägt von einem humorigen, bisweilen sarkastischen Spiel mit Sprache. In ihrem Werk stellt sie nicht nur Verbindungen zu literarischen Texten und Gattungen her, etwa zu Goethe oder klassischen Märchen - sie übt auch Gesellschaftskritik. Als WWU-Poetikdozentin hielt Kerstin Hensel sowohl einen Workshop mit Studierenden als auch drei öffentliche Vorlesungen ab. In diesen besprach sie das Verhältnis von Amüsement und Schrecklichem, erläuterte die Freiheit von Dichterinnen und Dichtern und betrachtete den Zusammenhang von Kunst und Leben. Kerstin Hensel ist seit 2012 Mitglied in der Akademie der Künste in Berlin.

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