Neues nordrhein-westfälisches Zentrum für biomedizinische Grundlagenforschung

Symbolfoto   Foto: Archut/Uni Bonn

Symbolfoto Foto: Archut/Uni Bonn

Der Bauund Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) und die Universität Bonn haben gemeinsam den Grundstein für das neue Technische Infrastrukturgebäude (TIS) am Campus Poppelsdorf gelegt.

Bei der feierlichen Zeremonie dabei waren Isabel Pfeiffer-Poensgen, Ministerin für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Angelica Maria Kappel, Bürgermeisterin der Stadt Bonn, Dr. h.c. Michael Hoch, Rektor der Universität Bonn, Waldemar Kolanus, Geschäftsführender Direktor des LIMES-Instituts, und Gabriele Willems, Geschäftsführerin des BLB NRW.

Das TIS ist ein Lehrund Laborgebäude für interdisziplinäre Genetik am Campus Poppelsdorf der Bonner Universität. Es liegt direkt neben dem sogenannten LIMES-Bau, einer international ausgerichteten Hochschuleinrichtung für biomedizinische Grundlagenforschung. 

"Die Universität Bonn hat in den letzten Jahren konsequent ihre strategischen Ziele verfolgt und ist als bundesweit erfolgreichste Universität aus der Exzellenzstrategie hervorgegangen. Insbesondere auch im Bereich der Lebenswissenschaften konnte sie sich als internationale Forschungsuniversität profilieren. Das neue Gebäude wird  die biomedizinische Grundlagenforschung an der Universität Bonn noch weiter voranbringen, denn eine gute Infrastruktur ist wesentliche Voraussetzung für exzellente Wissenschaft", sagte Kulturund Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen. 

Fertiggestellt werden soll das TIS im Frühjahr 2022. Die Baukosten betragen rund 45 Millionen Euro. Rund 24 Millionen werden vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft bereitgestellt. 

,,Das international renommierte LIMES-Institut hat sich in der letzten Dekade durch die Gründung mehrerer Sonderforschungsbereiche und seiner wichtigen Rolle im Exzellenzcluster ImmunoSensation zu einer der tragenden Säulen der Bonner Lebenswissenschaften entwickelt", sagte Rektor Dr. h.c. Michael Hoch. 

Durch den Ergänzungsbau, der sich in seiner Architektur an die Bestandsgebäude angleicht, entstehen nun zusätzliche 4.000 Quadratmeter Nutzfläche für mehrere Labore, Labor-Nebenräume, einen Multifunktionsraum sowie Büround Seminarräume. Künftig werden dort rund 100 Beschäftigte und etwa 180 Studierende ihren Aufgaben nachgehen. Das Gebäude genügt höchsten Umweltstandards. Beispielsweise unterstützt eine äußerst energieeffiziente Geothermieanlage die Heizung und Kühlung des Bauwerks. 

Das TIS ist in zwei Teile gegliedert. Der nördliche Gebäudebereich, der den Verbindungsbau zum Laborbereich bildet, enthält die zentralen Nutzungen wie Multifunktionsraum, Besprechungsund Büroräume sowie die Außenterrasse. Diese Bereiche bieten auch Raum für größere Veranstaltungen. 

Der Laborkomplex im Osten beherbergt die gesamte technische Erschließung sowie Aufzüge und außenliegende Treppen. Außerdem bietet dieser Gebäudeteil die Möglichkeit, verschiedene Formen der Labornutzung variabel zu verbinden und somit unterschiedlichen Nutzungsbedürfnissen anzupassen.

Der Geschäftsführende Direktor des Instituts, Waldemar Kolanus, sagte: ,,Das neue Gebäude ermöglicht es uns, Forschung und Lehre auszubauen und bietet neuen Spitzenkräften auf allen Karrierestufen optimale Arbeitsbedingungen für die biomedizinische und immunologische Grundlagenforschung."

BLB-Geschäftsführerin Gabriele Willems ergänzte: ,,Heute legen wir den Grundstein für ein Projekt, das die biomedizinische Grundlagenforschung am Standort Bonn stärken wird. Wie ein Puzzlestück wird sich der Neubau an das benachbarte LIMES-Gebäude fügen und dabei ein weiterer wichtiger Baustein auf dem Weg zum Gesamtbild Campus Poppelsdorf sein."


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