Neue Köpfe und Wege für Archive der Zukunft

(pug) Neue Wege zur Nachwuchsgewinnung, Provenienzforschung sowie digitale Archive: Über Themen zur Zukunft des niedersächsischen Archivwesens diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des 4. Niedersächsischen Archivtags am 29. und 30. April 2019 in Göttingen. Die Tagung mit dem Titel ‘Neue Köpfe, neue Themen - Herausforderungen für Archive im 21.Jahrhundert’ wird vom Verband Niedersächsischer Archivarinnen und Archivare e. V. (VNA) in Zusammenarbeit mit dem Institut für Historische Landesforschung der Universität Göttingen und mit dem Stadtarchiv Göttingen veranstaltet.



Die Universität Göttingen beteiligt sich mit zwei Beiträgen aktiv an der Tagung: Das Universitätsarchiv unter Leitung von Holger Berwinkel öffnet seine Pforten für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tagung. In einem öffentlichen Abendvortrag am Montag, 29. April 2019, spricht Arnd Reitemeier vom Institut für Historische Landesforschung zum Thema ‘Gestank und Mangel versus Überfluss und Verschwendung. Ressourcen und Ressourcenmanagement in der Stadt des 15./16. Jahrhunderts’. ‘Umweltgeschichte gewinnt immer mehr an Bedeutung. Wenn Quellen neu bewertet werden, wird sichtbar, dass sich bereits die Städte im Mittelalter um die Lösung von Umweltproblemen bemühten’, erläutert Reitemeier. Sein Vortrag in der Paulinerkirche, Papendiek 14, beginnt um 19 Uhr.



Im Rahmen der Tagung befassen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit dem Problem des drohenden Fachkräftemangels in den Archiven und diskutieren mögliche neue Wege zur Nachwuchsgewinnung sowie zur Qualifikation von Quereinsteigern. Eine weitere Arbeitssitzung widmet sich dem Thema ‘Archive und NS-Provenienzforschung’. Außerdem wird diskutiert über die Sicherung und dauerhaften Archivierung elektronischer Daten, über den Einsatz von Youtube für Archivbenutzer sowie über die Integration von Ehrenamtlichen.