Neue Graduiertenschule für Altertumswissenschaften gegründet

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Athena (r.) und andere spannende Themen für Dissertationen sind an der neuen interdisziplinären Graduiertenschule denkbar. © Münster School of Ancient Cultures

Strukturierte Promotionsprogramme sind für viele Doktorandinnen und Doktoranden extrem wertvoll, da sie ein festes Curriculum mit individueller Betreuung, eine geregelte Laufzeit und Unterstützung bei der Suche nach einer geeigneten Finanzierung versprechen. Mit der ’Münster School of Ancient Cultures“ gibt es an der WWU jetzt eine interdisziplinäre Graduiertenschule für alle Studienfächer, die sich mit antiken Kulturen und ihrer Rezeption beschäftigen. Das Programm soll vor allem dabei helfen, die Vernetzung unter den Promovierenden der altertumswissenschaftlichen Disziplinen zu verbessern und die internationale Ausrichtung eines Promotionsstudiums zu fördern. Gegründet wurde die Graduiertenschule von den beiden Fachbereichen Geschichte/Philosophie und Philologie sowie der Evangelisch-Theologischen und der Katholisch-Theologischen Fakultät.

Der Austausch zwischen den Doktoranden war dem Gründungsteam um Johannes Hahn besonders wichtig, denn die Promotionsphase könne in den Geisteswissenschaften bisweilen sehr einsam verlaufen, erklärt der Lehrstuhlinhaber für Römische Geschichte an der WWU. «Häufig forschen die Doktoranden allein an ihren Projekten und sind nicht in einem Team organisiert, wie es in den Naturwissenschaften durchaus üblich ist“, betont er. »Gerade die kleinen Studiengänge, wie etwa die Koptologie profitieren von einer starken Interdisziplinarität zu benachbarten Studienfächern. Durch die Graduiertenschule schaffen wir einen Austausch in genau diesen Grenzgebieten“, ergänzt Monnica Klöckener, die ebenfalls an der Gründung beteiligt war.

Neben internationalem Austausch und Interdisziplinarität ist die individuelle Weiterentwicklung der Doktoranden ein Ziel der Münster School of Ancient Cultures. In dem modular aufgebauten Promotionsprogramm sammeln die Doktoranden Punkte, indem sie regelmäßige Kolloquien und Lehrveranstaltungen wie eine Schreibschule besuchen, aber auch selbst Workshops oder Tagungen organisieren können. ’Neben Selbstdisziplin und Eigenverantwortlichkeit entwickeln die Absolventen in der Promotionsphase ihr Organisationsvermögen, was ihnen in späteren Berufen zugutekommt“, unterstreicht Dr. Nikola Moustakis vom Centrum für Geschichte und Kultur des östlichen Mittelmeerraums an der WWU. Bewerbungen für das Promotionsprogramm der Münster School of Ancient Cultures sind ab dem kommenden Semester möglich.


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