Munich_i und die Zukunft der Robotik

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Demo auf der munich_i, auf der Mensch und Roboter interagieren. Bild: Astrid Eck

Demo auf der munich_i, auf der Mensch und Roboter interagieren. Bild: Astrid Eckert/TUM

Internationale Fachdiskussionen auf dem Hightech-Summit, rund 30 praktische Anwendungen von Start-ups und aus aktuellen Forschungsprojekten der Technischen Universität München (TUM) als Demo oder Podiumsdiskussionen im Rahmen der AI.Society sowie der Robothon , ein Wettbewerb für junge KI- und Robotik-Talente: munich_i ist eine Hightech-Plattform, die im Rahmen der automatica vom 21. Juni bis 24. Juni 2022 zeigt, wie Mensch und Maschine zusammenwachsen - und Diskussionsstoff liefert, etwa darüber, welche Schritte besonders in der internationalen Vernetzung diverser Forschungsrichtungen und der Industrie künftig noch wichtig sind.

Das EU-Projekt Sea Clear der TUM zeigt, wie Roboter Menschen optimal unterstützen können. Sea Clear, kurz für SEarch, identificAtion and Collection of marine Litter with Autonomous Robots, befreit Meeresböden von Müll, indem er erkannt und lokalisiert wird. Mit diesen Informationen geht ein weiterer Roboter auf den Weg, der den Müll gezielt einsammelt. Maschinelles Lernen macht den Aufräumroboter mit der Zeit immer effizienter. Der Schutz der Umwelt steht auch in A-RIFT, kurz für ,,Accessible Robot Interface for Telemanipulation", im Mittelpunkt, ein Projekt des Munich Institute of Robotics and Machine Intelligence (MIRMI) der TUM, in dem Umweltdaten gesammelt und per Telepräsenz an Experten Übermittelt werden. Das sind nur zwei von rund 30 praktischen Demos, die auf der rund 500 Quadratmeter großen Sonderfläche namens AI.Society präsentiert werden und neben dem Bereich ,,Zukunft der Umwelt" (mit Sea Clear und A-RIFT) auch die Sektoren Arbeit, Gesundheit und Mobilität adressieren.

Ebenfalls dort zu finden ist die Sonderbühne ,,i_space", auf der zum einen die Demos der AI.Society mit täglich wechselnden Themen vorgestellt werden, aber auch Formate stattfinden - wie ein Ethics Round Table mit Alena Buyx von der TUM und dem bayrischen Wissenschaftsund Kunstminister Markus Blume oder ein weiteres Podium, auf dem unter anderem Prof. Birgit Vogel-Heuser und Klaus Bengler von der TUM mit dem bayrischen Wirtschaftsminister, Hubert Aiwanger über die KI.FABRIK als ,,Garant für zukunftsfähige Arbeitsplätze und stabile Wertschöpfungsketten" diskutieren.

Ein weiterer i_space-Höhepunkt ist die Verleihung der diesjährigen Robothon -Preise, dem ,,Hackathon für den robotikbegeisterten Nachwuchs". Patin des diesjährigen Robothon ist die Bayerische Staatsministerin für Digitales Judith Gerlach. Seit dem Kickoff am 29. April 2022 beschäftigen sich 20 internationale Teams und insgesamt 80 Entwickler mit fünf Aufgaben, die sich alle darum drehen, wie elektronischer Müll zerlegt und sortiert werden kann - darunter die bisher in der Industrie ungelöste Aufgabe, wie Batterien z.B. aus Fernsteuerungen für Fernseher automatisiert entfernt werden können. Mit dabei sind auch zwei Teams der TUM, Team Pandaria 2.0 sowie Team Wall-E 3.0. Am 9. Juni stehen die Finalisten fest, am 21. Juni gibt es die Preisverleihung auf der Bühne ,,i_space".

Die Robothon -Preise werden am Dienstag, 21. Juni 2022 um 13:30 Uhr vergeben, dies können Sie auch live über den automatica YouTube Channel mitverfolgen.

Ein Höhepunkt für die Wissenschaftswelt wird der diesjährige Hightech-Summit, der sich unter dem Leitmotiv ,,intelligence empowering tomorrow" mit vier Kernthemen beschäftigt: Wie wird die nächste Generation der Roboter aussehen (Thema 1: Next Generation Robotics)- Was ist Netzwerkintelligenz und welche Rolle nimmt künstliche Intelligenz ein (Thema 2: Networking Intelligence)- Warum muss in der industriellen Robotik zunächst die Sensorik optimal funktionieren, um Autonomie zu ermöglichen (Thema 3: Industrial Perception and Autonomy)- Und warum ist Kommunikation zwischen Mensch und Roboter so wichtig und wie lässt sie sich weiter optimieren (Thema 4: Learning, Understanding and Interaction)- Mit dabei sind Experten aus Wissenschaft und Wirtschaft, darunter Prof. Cecilia Laschi von der National University of Singapur, die sich die Frage stellt, was die Robotik von der Natur lernen kann, Dominik Metzger von SAP, der in der ,,Network Awareness" einen wichtigen Faktor sieht, um schneller und besser auf Lieferkettenengpässe reagieren zu können oder Dr. Alfred Rizzi, Wissenschaftler bei Boston Dynamics, der mit seinen Robotern den Gang des Menschen und von Tierarten nachahmt.

Hier geht es zum Zeitplan sämtlicher Vorträge im Rahmen des munich_i Hightech-Summit (siehe: Tag 2), hier zu den Preisen und Eintrittskarten zum Hightech-Summit im Rahmen der munich_i.


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