Meissner Porzellan und astronomische Tischuhren

Aula am Wilhelmsplatz    Foto: Uni Göttingen / Kimmel

Aula am Wilhelmsplatz Foto: Uni Göttingen / Kimmel

Susanne Thürigen und Lea Felicitas Döding erhalten Dr. Walther-Liebehenz-Preise



(pug) Die Kunsthistorikerinnen Susanne Thürigen aus Dresden und Lea Felicitas Döding aus Berlin erhalten den Dr. Walther-Liebehenz-Preis für hervorragende Leistungen auf dem Gebiet der Kunsthistorischen Objektwissenschaft. Thürigen wird für ihre Promotion über astronomische Tischuhren in Süddeutschland zwischen 1450 und 1650 gewürdigt. Döding überzeugte die Jury mit einer Masterarbeit zum Thema ‘Zwischen Zucker und Porzellan - Meissener Porzellantempel im Kontext der Tafelkultur des 18. Jahrhunderts’. Die Preise werden am Mittwoch, 17. Juli 2019, in einer öffentlichen Feierstunde an der Universität Göttingen verliehen. Die Veranstaltung findet in der Kleinen Aula am Wilhelmsplatz 1 statt und beginnt um 18.15 Uhr. Um Anmeldung unter Tel. 0551/39-5092 wird gebeten.



In ihrer Arbeit untersucht Thürigen, wie sich die Uhrmacher das mathematische und astronomische Wissen für den Bau astronomischer Tischuhren aneigneten und welche gestalterischen Mittel sie nutzten, um sich als technische Virtuosen und anspruchsvolle Astronomen zu inszenieren. ‘Die Arbeit bewegt sich auf einem Feld, das an der Universität durch das geplante Forum Wissen und die neu eingerichtete Professur für ’Materialität des Wissens? besonders aktuell ist’, so der Leiter der Fachjury, Michael Thimann vom Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Göttingen. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Thürigen wurde 2018 an der Ludwig- Maximilians-Universität in München promoviert. Döding erforschte in ihrer Masterarbeit an der Freien Universität Berlin eine wichtige Objektgruppe der Tischkultur des 18. Jahrhunderts. Die Jury würdigte ihre Arbeit als eine ‘objektwissenschaftliche kunsthistorische Studie im besten Sinne, bei der Fragen der Materialität und der Dingkultur ins Zentrum rücken, die den fachlichen und methodischen Weitblick der Verfasserin unter Beweis stellen’. Der Preis ist mit 1.500 Euro dotiert.’



Die Feier beginnt mit Grußworten von Universitätspräsidentin Ulrikel Beisiegel und Werner Rutz, Stiftungsratsvorsitzender der Dr.-Walther-Liebehenz-Stiftung. Danach spricht Thimann zum Thema ‘Die Objekte als Herausforderung der Kunstgeschichte’. Laudator der anschließenden Preisverleihung ist Manfred Luchterhandt, ebenfalls vom Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Göttingen. Im Anschluss daran stellen die Preisträgerinnen ihre Arbeiten in zwei kurzen Berichten vor. Die Dr.-Walther-Liebehenz-Stiftung Göttingen verleiht regelmäßig Förderpreise an Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern von kulturwissenschaftlichen Fächern, die an der Universität Göttingen vertreten sind.




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