MATHRIX-Professur: Ein wichtiger Schritt in der Wissenschaftskarriere

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Bis zum 30. September läuft die Bewerbungsfrist für die MATHRIX-Professur. Jun.- Mira Schedensack hatte die Stelle bis 2019 inne und sagt rückblickend: ,,Die MATHRIX-Professur hat mir ermöglicht, zum ersten Mal richtig eigenständig zu forschen."

Eine Karriere in der Wissenschaft - das fand Mira Schedensack schon während ihres Studiums in Berlin eine interessante Perspektive. Nach erfolgreicher Promotion und guter Resonanz auf ihre Arbeit als Postdoc in Bonn und Augsburg wuchs mehr und mehr der Wunsch, Professorin zu werden. Den ersten Schritt in diese Richtung machte sie mit der MATHRIX-Professur in Münster, die der Fachbereich Mathematik und Informatik geschaffen hat, um die Gleichstellung der Geschlechter zu fördern.

Besonders positiv hat sie die Forschungsfreiheit und das inspirierende Umfeld in Erinnerung: ,,Ich konnte selbst wählen, woran ich arbeiten möchte und mich stark auf die Forschung konzentrieren." Dazu trug auch die Reduzierung der Lehre auf vier Wochenstunden bei.

Mira Schedensacks Fachgebiet ist die numerische Behandlung partieller Differentialgleichungen. Da der Bereich der angewandten Mathematik in Münster recht groß ist, ergab sich ein reger Austausch mit anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Die gute Ausstattung der Stelle ermöglichte ihr zudem, einen Doktoranden einzustellen. Diese Unterstützung war wiederum hilfreich, um eigene Forschungsvorhaben voranzubringen - beispielsweise ein Projekt, das sie innerhalb eines Schwerpunktprogramms in Zusammenarbeit mit Ingenieuren der Ruhr-Universität Bochum initiierte hatte.

,,Als Juniorprofessorin bekommt man viel von den Aufgaben mit, die zu einer dauerhaften Professur dazugehören: Man kann quasi schon einmal für die Zukunft ,proben’", sagt sie. Für sie bedeutete das in Münster, an Gremiensitzungen teilzunehmen und am Antrag für den Exzellenzcluster mitzuarbeiten. ,,Das war eine sehr interessante Erfahrung." Und umso schöner, da der Antrag schließlich angenommen wurde.

Mittlerweile ist Mira Schedensack Juniorprofessorin mit Tenure-Track an der Universität Leipzig. Der Wechsel hatte auch familiäre Gründe: Ihr Lebenspartner, ebenfalls Mathematiker, und sie fanden beide passende Stellen in der Region - ein großes Glück für Paare, die in der Wissenschaft tätig sind. ,,Da wir ein kleines Kind haben, ist es uns sehr wichtig, als Familie an einem Ort zusammenzuleben." So können sie die zeitliche Flexibilität, die ihre Berufe bieten, gut nutzen, um sich mit der Kinderbetreuung abzuwechseln.

Aktuelle Ausschreibung der MATHRIX-Professur [en]

Gleichstellung am Exzellenzcluster Mathematik Münster und am Fachbereich Mathematik und Informatik

Franziska Jahnke und Mira Schedensack über Nachwuchsförderung als wichtigen Baustein für wissenschaftliche Exzellenz (DMV-Mitteilungen, Volume 26, Issue 4, Dez. 2018)


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