Literaturwissenschaftler und Publizist Hans Ulrich Gumbrecht erhält Ehrenpromotion des Fachbereichs Philosophie und Philologie der JGU

(v.l.) Sylvia Thiele, Dekanin des Fachbereichs Philosophie und Philologie der JG

(v.l.) Sylvia Thiele, Dekanin des Fachbereichs Philosophie und Philologie der JGU, Ehrendoktor h.c. Hans Ulrich Gumbrecht und Stefan Müller-Stach, JGU-Vizepräsident für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs

Auszeichnung für Engagement und Unterstützung in Forschung und Lehre in den Geistesund Kulturwissenschaften

Der international renommierte Romanist, Literaturwissenschaftler und Publizist Dr. h.c. mult. Hans Ulrich Gumbrecht hat die Ehrenpromotion des Fachbereichs 05: Philosophie und Philologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) erhalten. Der Fachbereich würdigt mit dieser Auszeichnung den langjährigen Literaturprofessor der renommierten Stanford University für sein Engagement und seine Unterstützung in einer Vielzahl von Initiativen und Projekte im Fachbereich.

Dr. h.c. mult. Hans Ulrich Gumbrecht ist dem Fachbereich Philosophie und Philologie seit vielen Jahren wissenschaftlich wie persönlich eng verbunden. Bereits vor Jahren unterstützte Gumbrecht das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte transdisziplinäre Graduiertenkolleg 2015 "Life Sciences, Life Writing: Grenzerfahrungen menschlichen Lebens zwischen biomedizinischer Erklärung und lebensweltlicher Erfahrung" der Mainzer Amerikanistik mit der Universitätsmedizin Mainz. Beim 3. Mainzer Symposium der Sozialund Kulturwissenschaften zum Thema "Spiele spielen" im Jahr 2016 konnte Gumbrecht für die renommierte Georg Forster Lecture des Forschungsschwerpunkts Sozialund Kulturwissenschaften (SOCUM) der JGU gewonnen werden, die im gleichnamigen Sammelband unter dem Titel "Ob Tiere spielen können" publiziert ist. Anlässlich der Feierlichkeiten zum 70. Jubiläum der Wiedereröffnung der JGU wirkte Gumbrecht im Sommer 2016 am Podiumsgespräch "'Ton der Kontemplation' - ein Vorschlag zum Überleben der Geisteswissenschaften" mit, das im Rahmen der vom Fachbereich Philosophie und Philologie organisierten Reihe "Geisteswissenschaft. Eine Positionsbestimmung" stattfand. Nicht zuletzt spielte Dr. h.c. Hans Ulrich Gumbrecht eine maßgebliche Rolle bei der Konzeption und Entwicklung des Studienprogramms Q+ der JGU, das engagierten Studierenden interdisziplinäre Vernetzung und Weiterbildung bietet und in dessen Rahmen er regelmäßig bei verschiedenen Workshops auf dem Gutenberg-Campus lehrt.

Hans Ulrich Gumbrecht war von 1989 bis Juli 2018 als Albert Guérard Professor in Literature an der renommierten Stanford University in Kalifornien in den USA tätig. Er hatte zunächst Romanistik, Germanistik, Philosophie und Soziologie in München, Regensburg, Salamanca, Pavia und Konstanz studiert und vor seinem Wechsel in die USA an den Universitäten Konstanz, Bochum und Siegen gelehrt. Der Autor von nahezu 2.000 Texten - darunter zahlreiche wegweisende, auch Widerspruch erzeugende und in 20 Sprachen übersetzte Monographien - arbeitet insbesondere über die europäische Literatur und Philosophie des Mittelalters sowie des 18. bis zum frühen 20. Jahrhunderts, über Medien und Kommunikation sowie über Phänomene der gegenwärtigen Alltagsästhetik, insbesondere die des Sports. Gumbrecht ist Mitglied der American Academy of Arts and Sciences, Professeur attaché am Collège de France, Catedrático Visitante Permanente an der Universität Lissabon sowie Gastprofessor an zahlreichen akademischen Einrichtungen in der ganzen Welt.


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