Künstliche Intelligenz in der Schule

Juniorprofessor Sven Hofmann. Foto: Universität Leipzig / Swen Reichhold

Juniorprofessor Sven Hofmann. Foto: Universität Leipzig / Swen Reichhold

Heute (16. Oktober) hat das Netzwerk von M.I.T.-Schulen (Medienbildung, Informatik, Technologien) seine Arbeit aufgenommen. Das Projekt, das von Juniorprofessor Dr. Sven Hofmann von der Universität Leipzig initiiert wurde, hat das Ziel, Schülerinnen und Schüler besser auf eine digitale Arbeitswelt vorzubereiten. Ein Gymnasium und drei Oberschulen werden gemeinsam den Schülerinnen und Schülern besondere Bildungsangebote in den Bereichen Medienbildung, Informatik und digitale Technologien unterbreiten.


Dabei ziehen die Universität Leipzig, die Stadt Leipzig, die beteiligten Schulen sowie der Freistaat Sachsen an einem Strang. Ein solches Netzwerk besteht bereits in Dresden, in Chemnitz wird es in Kürze folgen. Juniorprofessor Hofmann, der die Professur für Didaktik der Informatik inne hat, baut das Netzwerk in Sachsen mit insgesamt zwölf M.I.T.-Schulen auf. Darin wird das Konzept einer erweiterten Ausbildung zu digitalen Medien, zur Informatik und zu digitalen Technologien umgesetzt. Hofmann fungiert als Initiator, Organisator und Koordinator sowie inhaltlich als Berater seitens der Fachdidaktik Informatik.

?Die Schülerinnen und Schüler von heute werden morgen auf eine ganz neue Arbeitswelt treffen. Künstliche Intelligenz, der Einsatz von mobilen Robotern, 3D-Werkzeuge oder Objekte virtueller Realität werden künftig noch viel stärker Einzug in berufliche Tätigkeitsfelder halten. Darauf müssen sich auch Schulen mit entsprechenden Lehrund Lernprozessen sowie Bildungsangeboten einstellen. Ich bin den beteiligten Netzwerkpartnern deshalb sehr dankbar, dass sie sich dieser Herausforderung gemeinsam stellen“, sagte Kultusminister Christian Piwarz.

In Leipzig umfasst das Netzwerk die M.I.T.-Schulen

  • Gerda-Taro-Schule - Gymnasium der Stadt Leipzig,
  • Lene-Voigt-Schule - Oberschule der Stadt Leipzig,
  • 68. Schule - Oberschule der Stadt Leipzig,
  • Schule am Weißeplatz - Oberschule der Stadt Leipzig.


Neben dem Freistaat Sachsen sind an dem Netzwerk das Institut für Informatik und die Professur für Didaktik der Informatik der Universität Leipzig sowie die Stadt Leipzig als Schulträger beteiligt.

In einer Absichtserklärung vereinbaren die Netzwerkpartner, Schülerinnen und Schüler an einen verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien, an erweiterte informatische Bildungsinhalte sowie an Einsatzbereiche und Entwicklungsfelder digitaler Technologien heranzuführen. Dazu wird den Schülern am Gerda-Taro-Gymnasium ab dem Schuljahr 2023/24 erstmalig das Leistungskursfach Informatik angeboten. Alle beteiligten Schulen sind aufgerufen, stärker als bisher informatische Bildungsinhalte im Unterricht einfließen zu lassen. Auch Ganztagsangebote und die berufliche Orientierung sollen für die M.I.T.-Bildung genutzt werden. Zudem werden Kooperationen mit der regionalen IT-Branche und Wirtschaftsverbänden angestrebt.

Susann Huster


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