Kommunikationswissenschaftlerin Radha Hedge von der New York University auf Gastprofessur für Geschlechterforschung berufen

Expertin für Genderfragen, Medien und Migration lehrt und forscht im Sommersemester 2019 an der Freien Universität/ Antrittsvorlesung am 24. April 2019

Die Kommunikationswissenschaftlerin Radha Hedge von der New York University (NYU) übernimmt im diesjährigen Sommersemester die internationale Gastprofessur für Geschlechterforschung an der Freien Universität Berlin. Die Professorin der NYU ist Expertin für die Zusammenhänge zwischen Gender, Medien und Migration in einer globalisierten Welt. Sie beschäftigt sich unter anderem mit Aktivismus in digitalen Medien in Indien und weltweit und mit der Herausbildung von Diaspora-Kulturen unter den Bedingungen von Digitalisierung und Globalisierung. Radha Hedge hat nach ihrem Studium der Englischen Literatur in Indien als Journalistin für eine überregionale englischsprachige Zeitung gearbeitet und wird auch diese praktische Erfahrung in ihre Lehrveranstaltungen für Studierende an der Freien Universität Berlin einbringen. Ihre öffentliche Antrittsvorlesung in englische Sprache findet am 24. April um 18 Uhr im Harnack-Haus der Max-Planck-Gesellschaft statt. In dem Vortrag beschäftigt sie sich mit dem Thema Grenzregime und Grenzübertritte; die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt frei.

Im Mittelpunkt der Forschung und Lehre von Radha Hedge steht die Ergründung der vielfältigen Zusammenhänge zwischen der Produktion und Nutzung von Medien und den Veränderungen des gesellschaftlichen Zusammenlebens weltweit. In ihren Seminaren an der Freien Universität Berlin befasst sie sich mit Migrationserzählungen (,,Narrating Migration") und der Frage, welche Vorstellungen von Mobilität oder Diaspora weltweit entstehen und zirkulieren. Im Mittelpunkt eines weiteren Kurses stehen Gender und Gendertheorien im Kontext von Globalisierung.

Die Wissenschaftlerin wird an der Freien Universität Berlin zudem ihre eigenen Forschungsprojekte weiterverfolgen und dafür eng mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Instituts für Publizistikund Kommunikationswissenschaft der Freien Universität sowie des Sonderforschungsbereich ,,Affective Societies. Dynamiken des Zusammenlebens in bewegten Welten" zusammenarbeiten. Radha Hedge verstärkt zudem aktuelle Forschungsschwerpunkte des Margherita-von-Brentano-Zentrums für Geschlechterforschung der Freien Universität. Die interdisziplinäre Einrichtung präsentiert und vernetzt die Geschlechterforschung an der Freien Universität Berlin, richtet Veranstaltungen aus und baut die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnerinnenund Partnern auf internationaler und nationaler Ebene aus.

Die Gleichstellung der Geschlechter und die Förderung der Geschlechterforschung ist seit mehr als drei Jahrzehnten im Selbstverständnis der Freien Universität verankert und deshalb auch zentraler Bestandteil des Zukunftskonzepts, mit dem die Hochschule in der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder 2012 erneut erfolgreich gewesen ist.

Die Gastprofessur ,,Dahlem International Network Professorship for Gender Studies" wird im Rahmen des Zukunftskonzepts seit 2013 jährlich ausgeschrieben und an eine herausragende Wissenschaftlerin oder einen herausragenden Wissenschaftler auf diesem Gebiet vergeben. Die Professur unterstützt die Aktivitäten zur Verstärkung der internationalen Ausrichtung der Geschlechterforschung an der Freien Universität.

Im Wintersemester 2013/14 wurde sie mit der kanadischen Politikwissenschaftlerin und Lateinamerika-Expertin Professorin Dr. Verónica Schild erstmals besetzt. Die Professur bekleideten fernerdie iranische Archäologin Leila Papoli Yazdi und die rumänische Gesundheitsexpertin Irina Catrinel Cr’ciun, die koreanische Nachhaltigkeitsforscherin Pilwha Chang sowie die in Großbritannien lehrende Wirtschaftswissenschaftlerin Elisabeth Kelan und die amerikanische Literaturwissenschaftlerin Moira Fradinger.

Antrittsvorlesung

  • "Itinerant Data: Unveiling Gendered Scrutiny at the Border"
  • Mittwoch, 24. April 2019, um 18 Uhr.
  • Harnack-Haus, Ihnestraße 16-20, 14195 Berlin, U-Bahnhof Freie Universität / Thielplatz (U3).