Kino der Dinge - Premiere im Lumière

Der Film ’Unter Geburt’ nimmt die Göttinger Sammlung zur Geschichte

Der Film ’Unter Geburt’ nimmt die Göttinger Sammlung zur Geschichte der Geburtsmedizin zum Ausgangspunkt für eine Diskussion über Geburtshilfe.

Studierende präsentieren ethnografische Filme über Sammlungen der Universität Göttingen



(pug) Wie mit Objekten umgehen, die einst zum menschlichen Körper gehörten? Was heißt es, einen botanischen Garten oder eine anthropologische Sammlung zu kuratieren? Wie kann eine Sammlung zur Diskussion und ein Ausstellungsraum zur veränderten Wahrnehmung anregen? Drei Semester lang haben Göttinger Studierende der Kulturanthropologie / Europäischen Ethnologie ausgewählte Sammlungen der Universität Göttingen besucht, Kuratorinnen und Kuratoren in ihrem Alltag begleitet und porträtiert. Auf diese Weise sind fünf Kurzfilme entstanden, die am Montag, 15. Juli 2019, ab 17 Uhr erstmalig im Kino Lumière an der Geismar Landstraße 19 gezeigt werden. Besucherinnen und Besucher sind zur Premiere herzlich willkommen.



‘Die Veranstaltung gibt uns die Möglichkeit, die Filme nicht nur zu präsentieren, sondern auch zu diskutieren,’ so Dr. Torsten Näser, einer der beiden Dozenten der Studierenden. Diese selbst stehen als Gesprächspartner zur Verfügung; ihre Filme werden zudem von Expertinnen und Experten der deutschen Museumslandschaft vorgestellt und kommentiert. Gemeinsam haben sie eine kleine Ausstellung mit Objekten entworfen, die den Filmabend um eine materielle Dimension erweitern und das Lumière für einige Stunden tatsächlich in ein ‘Kino der Dinge’ verwandeln wird.



Die studentischen Filme entstanden im Rahmen des Masterschwerpunkts Curriculum Visuelle Anthropologie, der sich diesmal den Sammlungen, Museen und Gärten der Universität Göttingen widmete. ‘Anhand des gemeinsamen Themas üben sich die Studierenden im Genre des ethnografischen Films, einer besonders publikumsnahen Form des Wissenstransfers,’ betont Näser. Recherchieren und Zusammenhänge erforschen gehört ebenso dazu wie Ideen und Konzepte zu entwickeln. Darüber hinaus lernen die Studierenden, selbständig mit Videokamera und Montage umzugehen, um Geschichten in bewegten Bildern zu erzählen und letztlich im ‘Kino der Dinge’ zu präsentieren.