Jurist spricht über Umgang mit Völkerrechtsverbrechern: Kriminalwissenschaftliches Kolloquium

In einem öffentlichen Vortrag wird sich Florian Knauer, Professor für Strafrecht und Kriminologie der Universität Jena, mit den historischen Vorläufern des heutigen Völkerstrafvollzugs befassen - den "Leipziger Prozessen" (1921 bis 1927) und den "Nürnberger Prozessen" (1945 bis 1949), in denen es jeweils um die Aufarbeitung der Kriegsverbrechen nach den beiden Weltkriegen ging. Darüber hinaus wird er sich der aktuellen rechtlichen Ausgestaltung des Völkerstrafvollzugs in Deutschland und seinen Perspektiven widmen. Der Vortrag findet im Rahmen des Kriminalwissenschaftlichen Kolloquiums der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) statt und richtet sich an alle Interessierte. Der Vortrag beginnt am Mittwoch, 23. Oktober, um 18 Uhr im Hörsaal H2, Schlossplatz 46. Der Eintritt ist frei.

Der Völkerstrafvollzug befasst sich mit der Frage, wie im Strafvollzug mit Völkerrechtsverbrechern umzugehen ist, die internationale Strafgerichte auf der Grundlage des Völkerstrafrechts zu Freiheitsstrafen verurteilt haben. Die Freiheitsstrafen werden in nationalen Gefängnissen von Ländern vollzogen, die sich zur Aufnahme von Völkerstrafgefangenen bereit erklärt haben - unter ihnen Deutschland.

Die Professoren des Instituts für Kriminalwissenschaften veranstalten das Kriminalwissenschaftliche Kolloquium seit vielen Jahren in jedem Semester. Ziel ist es, aktuelle, brisante und interessante Themen miteinander zu diskutieren.

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