JGU fördert neue Promovierendengruppen in den Sozial- und Geisteswissenschaften mit 762.000 Euro

Gutenberg Nachwuchskolleg bewilligt drei Minigraduiertenkollegs für die kommenden drei Jahre

Das Gutenberg Nachwuchskolleg (GNK) der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat drei neue sogenannte Minigraduiertenkollegs in den Geistesund Sozialwissenschaften bewilligt und wird diese drei Jahre lang mit insgesamt 762.000 Euro fördern. Bei den Minigraduiertenkollegs handelt es sich um Kleingruppen aus drei bis fünf exzellenten Doktorandinnen und Doktoranden, die sich mit interdisziplinären Forschungsfragen beschäftigen und von mindestens drei erfahrenen Wissenschaftlerinnen oder Wissenschaftlern betreut werden. Die Doktorandinnen und Doktoranden werden durch Stipendien gefördert. Der Bewilligung geht eine Ausschreibung voraus, an der sich Professorinnen und Professoren sowie Nachwuchsgruppenleiterinnen und -leiter der JGU beteiligen dürfen. "Die bewilligten Projekte haben durch ihre wissenschaftliche Qualität, vor allem aber auch durch ihre innovativen und durchdachten Konzepte zur Betreuung des wissenschaftlichen Nachwuchses überzeugt - beides war für das GNK bei seiner Auswahlentscheidung von zentraler Bedeutung", sagt der Direktor des GNK, Ulrich Volp. "Unsere Minigraduiertenkollegs bieten den Doktorandinnen und Doktoranden beste Rahmenbedingungen für ihre Forschungsvorhaben und verbessern langfristig die Strukturen, in denen der Nachwuchs bei uns forschen kann. Und sie haben das Potenzial, zu größeren, drittmittelgeförderten Verbünden zu führen, etwa zu Graduiertenkollegs der Deutschen Forschungsgemeinschaft."

Ab dem 1. April 2021 wird das GNK die folgenden drei Minigraduiertenkollegs fördern:

  • "Bildungsprozesse in der diskriminierungskritischen Hochschullehre"  untersucht im Rahmen universitärer Lehrveranstaltungen die Auseinandersetzung mit diskriminierungskritischen Materialien sowie die Umgangsweisen mit dabei auftretenden Widerständen und die Entwicklung von Haltungen und veränderten pädagogischen Handlungsweisen bei den Studierenden.
    Sprecher: Jun.- Constantin Wagner, Institut für Erziehungswissenschaft
  • "Digital Information Landscape and its Impact on Students' Online Learning - A Cross-Domain Analysis in Medicine and Economics (DIAPASON)"  identifiziert und klassifiziert die Online-Informationsquellen, die Studierende der Medizin und der Wirtschaftswissenschaften für ihr Studium nutzen. Und es untersucht, welchen Einfluss diese Informationsquellen auf den Wissenserwerb der Studierenden haben.
    Sprecherin: Olga Zlatkin-Troitschanskaia, Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik
  •  "Resilient Institutions"  widmet sich aus wirtschafts-, politikund sozialwissenschaftlicher Perspektive der Frage, wie gesellschaftliche Transformationsprozesse, zum Beispiel Globalisierung, Digitalisierung und Pluralisierung, aber auch die aktuelle Corona-Pandemie, eine Gefahr für demokratische Institutionen bedeuten und inwieweit diese sich als "resilient" erweisen.
    Sprecherin: Claudia Landwehr, Institut für Politikwissenschaft

Gegründet im Jahr 2014, ist das GNK die zentrale Einrichtung zur Förderung des wissenschaftlichen und künstlerischen Nachwuchses der JGU. Neben dem Gutenberg Forschungskolleg (GFK) und dem Gutenberg Lehrkolleg (GLK) bildet es eine der drei Säulen des innovativen Mainzer Modells der Hochschulsteuerung, das auf die Expertise exzellenter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler setzt und diese in mittelund langfristige Planungsprozesse einbindet. Das GNK entwirft Strategien zur Nachwuchsförderung und berät die Hochschulleitung entsprechend. Außerdem systematisiert es bestehende Fördermaßnahmen, entwickelt neue und informiert darüber. Die Minigraduiertenkollegs sind sein wichtigstes Förderinstrument. Sie werden regelmäßig ausgeschrieben.


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