Iran im Fokus der Forschung

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Aspekte iranischsprachiger Kulturen, Literaturen und Geschichte stehen im Zentrum einer internationalen Konferenz vom 9. bis 13. September an der Freien Universität Berlin. Organisiert wird die neunte European Conference of Iranian Studies (ECIS9) von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Instituts für Iranistik der Freien Universität Berlin stellvertretend für die Societas Iranologica Europaea (SIE). Die Tagung wird eröffnet von dem belgischen Iranologen Prof. Jean Kellens mit einem Vortrag über die Gathas, die älteste Textsammlung innerhalb der religiösen Literatur der Zoroastrier. Die Tagung ist öffentlich, die Teilnahme kostenpflichtig (SIE-Mitglieder 125 Euro, Nichtmitglieder 175 Euro, Studierende 70 Euro). Eine Anmeldung ist über die Webseite der Konferenz erforderlich: https://ecis9.com/ . Fachvorträge und Diskussionen finden in deutscher, englischer, französischer und persischer Sprache statt.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz widmen sich sowohl chronologisch als auch interdisziplinär diversen Themen aus der Geschichte der Iranistik und iranischen Studien. In weiteren Eröffnungsvorträgen behandelt werden zum Beispiel Textsammlungen wie das Anv’r-e Sohayli, eine persische Umarbeitung von Kalila wa-Dimna aus Herat der Timuridenzeit, das Wirken iranischer Künstlerinnen und Künstler, Entwicklungen des iranischsprachigen Kulturaums sowie die Entstehung der Orientalistik.

Die im Jahr 1983 in Rom gegründete Societas Iranologica Europaea (SIE) ist eine internationale Fachgesellschaft der Iranistik. Von ihr unterstützte Forschungsfelder umfassen alt-, mittelund neuiranische Sprachen sowie die Geschichte, soziale Ordnungen, Kulturen, Religionen und Literaturen iranisch-sprachiger Völker über einen Zeitraum von rund 3000 Jahren. Forschungsschwerpunkt ist ein geografischer Raum über die Staatsgrenzen des heutigen Iran hinaus. Ziel der SIE ist es, einen internationalen Austausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu ermöglichen sowie relevante Diskussionen und neue Forschungsergebnisse in die Öffentlichkeit zu tragen.


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