HUMBOLDT-Preis für gute Lehre 2018 verliehen

Wladimir Kaminer und Wolfgang Kaschuba moderierten den Pitch am 3. HUMBOLDT Tag der Lehre

Die Preisträgerin 2018 ist Urmila Goel vom Institut für Europäische Ethnologie mit dem Projektseminar ,,Marzahn migrantisch". In ihrem Seminar ,,Marzahn migrantisch" vom Wintersemester 2017/18 hatten Bachelorstudierende die Gelegenheit, am Beispiel eines konkreten Berliner Bezirks das Themenfeld Migration aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Die Studierenden wurden im Laufe des Seminars immer wieder mit ihren eigenen Vorurteilen und Stereotypen bezüglich des Bezirks Marzahn-Hellersdorf und der Geschichte der DDR konfrontiert. Institutionen vor Ort unterstützten die Studierenden bei der anschließenden Feldforschung, beispielsweise durch den Zugang zu Archiven, Kontakte zu Interviewpartnern oder die Erlaubnis zu teilnehmenden Beobachtungen. Insofern nutzte Professor Goel den Bezirk Marzahn nicht nur als beispielhaftes Untersuchungsobjekt, sondern band die dort vorhandene Infrastruktur aktiv in ihre Lehrveranstaltung ein.

Für den Preis für gute Lehre 2018 zum Schwerpunktthema ,,Berlin als Lernort" wurden insgesamt 34 Lehrende vorgeschlagen. Neun der für den Preis nominierten Lehrenden präsentieren ihr Lehrprojekt in einem Pitch, moderiert von dem Schriftsteller Wladimir Kaminer und dem Stadtforscher und Experten für urbane Lebensstile, der bereits mehrfach für seine gute Lehre prämiert wurde, Wolfgang Kaschuba.

Die Vizepräsidentin für Lehre und Studium, Eva Inés Obergfell, ist Initiatorin des HUMBOLDT-Tags des Lehre, der dieses Jahr zum dritten Mal stattfindet.