Hoch oder Tief - mit Abstand das beeindruckendste Geschenk!

Für das nächste Jahr vergeben die Meteorologinnen und Meteorologen des Vereins Berliner Wetterkarte e.V. in Kooperation mit der Freien Universität Berlin unter www.wetterpate.de wieder Wetterpatenschaften, um die studentische Wetterbeobachtung ihrer international meldenden Station Berlin-Dahlem am Institut für Meteorologie fortführen zu können. Die Hochdruckgebiete werden im Jahr 2021 weibliche und die Tiefdruckgebiete männliche Vornamen tragen. Die Preise betragen 360 Euro für Hochs und 240 Euro für Tiefs, inklusive der gesetzlichen Umsatzsteuer.

Seit mehr als 65 Jahren taufen die Meteorologinnen und Meteorologen in der täglichen Berliner Wetterkarte Hochund Tiefdruckgebiete. Seit 2002 kann die Bevölkerung im Rahmen der ,,Aktion Wetterpate" Namen für die Druckgebiete wählen, für das Jahr 2021 also bereits zum 20. Mal. Damit unterstützen die Patinnen und Paten sowie Institutionen die Wetterbeobachtung in Berlin-Dahlem und die Studierenden in ihrer praxisnahen Weiterbildung, sodass die über 110-jährige Klimareihe der Freien Universität Berlin, die weltweit zu den längsten gehört, weitergeführt werden kann.

Eine Patenschaft gilt als beliebtes und originelles Geschenk zu ganz besonderen Anlässen, Geburtstagen oder auch zu Weihnachten. Viele Menschen nutzen diese Möglichkeit auch, um ihre interessanten, aber wenig verbreiteten Vornamen bekannter zu machen. Durch die zahlreiche Unterstützung konnten in diesem Jahr den Hochs und Tiefs wieder außergewöhnliche Namen wie Zebedäus, Quiola, Farideh, Foelke, Claws oder Nepomuk verliehen werden. Auch aus meteorologischer Sicht blieben etliche Namen in Erinnerung: Im Februar sorgte eine Serie von Tiefs um Sabine, Yulia und Victoria für einen europaweit stürmischen und nassen Monat, ehe Mitte März das Hoch Ingolf für eine nachhaltige Wetterberuhigung sorgte. Im Sommer blieb eine Hitzewelle durch die Hochs Detlef und Emil in Erinnerung, die durch die zu Tief Heike gehörenden Gewitter in der ersten Augusthälfte unterbrochen wurde.

Anka und Albert waren am 1. November1954 die ersten Taufnamen in den Berliner Tageszeitungen. Heute finden die Namen der Patinnen und Paten in den Wetterberichten vieler Medien Verwendung. Ab und zu beteiligen sich die Medien auch selbst an der Namensgebung, so wie das ZDF beim Tief Xanthippe im Februar dieses Jahres. Die studentischen Wetterbeobachter sowie die Mitarbeiter des Vereins Berliner Wetterkarte e.V. und des Instituts für Meteorologie wünschen sich auch für die Zukunft diese aktive Beteiligung der Öffentlichkeit. Denn nur die Präsenz in den Medien kann die vollständige Wetterbeobachtung und die Fortführung der vieljährigen Klimareihe in Berlin-Dahlem auch in den nächsten Jahren sichern. Bislang wurden mehr als 3.600 Menschen aus 17 europäischen Ländern sowie aus Brasilien, Japan, den USA und Südafrika, als Wetterpatinnen und Wetterpaten begrüßt.


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