Himmlisch: Universität Hamburg ist jetzt Exzellenzuniversität

Foto: UHH/Ohme  Die Universität Hamburg ist jetzt eine Exzellenzuniversität.

Foto: UHH/Ohme Die Universität Hamburg ist jetzt eine Exzellenzuniversität.

Heute hat die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek, in Bonn verkündet, welche deutschen Universitäten von Bund und Ländern in der Exzellenzstrategie gefördert werden - die Universität Hamburg ist dabei und ist damit eine der Exzellenzuniversitäten.

Die ,,Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder", kurz ExStra, ist ein Wettbewerb zur Förderung der universitären Spitzenforschung, der den Wissenschaftsstandort Deutschland stärken und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit verbessern soll. Exzellenzuniversitäten sind damit die Aushängeschilder Deutschlands in der internationalen Hochschullandschaft. Passend dazu fand sich auf dem Antrag der Universität Hamburg im Wettbewerb der Slogan ,,A Flagship University: Innovating and Cooperating for a Sustainable Future."

Universitätspräsident Dr. h.c. Dieter Lenzen:

,,Mission accomplished: Wir haben es geschafft! Zum ersten Mal in ihrer Geschichte steht zweifelsfrei fest: Unsere Universität ist nun auch ,,amtlich" Spitzenklasse. Dafür danke ich zuallererst den vielen Universitätsangehörigen, die dazu als Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ebenso wie als Koordinatoren oder als Managementpersonal beigetragen haben - aber ich danke auch denen, ohne deren ganz alltägliche Arbeit ein solcher Erfolg nicht denkbar gewesen wäre: Als Personalsachbearbeiterin ebenso wie als Pförtner, als studentische Hilfskraft ebenso wie als Labormitarbeiterin. Als Professorin ebenso wie als Wissenschaftlicher Mitarbeiter. Von heute an möchte ich nie wieder hören, die Universität Hamburg sei ,,bestenfalls mittelmäßig". Es wäre eine dreiste Unwahrheit. Der Erfolg beruht nach Auffassung des Wissenschaftsrats auf den steilen Leistungssteigerungen der letzten fünf Jahre und auf dem gemeinsamen Konzept einer Flagship University. Alle Crewmitglieder und Mitfahrenden auf der großen Reise vor uns werden eng zusammenarbeiten, um den Erfolg niemals zu gefährden und der Stadt Hamburg weiterhin zu dienen. Diese Fahrt wird einfach himmlisch werden."

In ihrem Exzellenzantrag hat die Universität Hamburg 24 Vorhaben beantragt, die in den kommenden sieben Jahren mit den bewilligten Mitteln umgesetzt werden. So sollen alleine elf zusätzliche Professuren mit hochkarätigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern besetzt werden, zahlreiche Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftler sollen für einen begrenzten Zeitraum zum forschen und lehren nach Hamburg kommen und universitätsintern sollen zusätzliche Förderinstrumente, darunter etwa ein Fonds zur schnellen und unkomplizierten Förderung von Forschungsprojekten, aufgelegt werden. Von diesen 24 Vorhaben profitiert die gesamte Universität immens.

Im Herbst 2018 gelang der Universität Hamburg bereits mit der Einwerbung von vier Exzellenzclustern eine Sensation: Alle vier Anträge wurde angenommen, seither stand Hamburg im Fokus als heiße Anwärterin auf die Förderung als Exzellenzuniversität.

Alle Universitäten, die zwei oder mehr Exzellenzcluster in der ersten Phase des Wettbewerbs einwerben konnten, durften sich im Dezember um den Status und Titel einer ,,Exzellenzuniversität" bewerben. Einige Universitäten traten erstmalig als Hochschulverbund an. Neben der Universität Hamburg haben sich alle antragsberechtigen Universitäten, das sind 17 Universitäten und zwei Universitätsverbünde, um die Förderung als Exzellenzuniversität beworben. Insgesamt stehen für die Förderung jährlich rund 148 Millionen Euro zur Verfügung, die auf die heute verkündeten zehn Universitäten und einen Universitätsverbund verteilt werden - zunächst bis 2026, dann erfolgt eine Evaluation. Sollte diese positiv ausfallen, verlängert sich die Förderung auf mindestens sieben weitere Jahre.

Die Entwicklung und Durchführung der Förderlinie Exzellenzuniversitäten hat der Wissenschaftsrat (WR) übernommen. Dazu gehörte auch die Evaluation der Universitäten, inklusive eines Ortsbesuchs. Ende Januar war eine 20-köpfige Delegation in Hamburg zu Gast, der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt angehörten, um den Status quo und die beantragten Vorhaben der Universität zu begutachten.

Auf Grundlage dieser Evaluationen stimmten heute sowohl das Expertengremium aus 39 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, als auch die Bundesministerin für Bildung und Forschung (mit 16 Stimmen) und die Wissenschaftsministerinnen und -Minister der Bundesländer mit je einer Stimme ab.


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