Heinz Maier-Leibnitz-Preis für Nicolas Perkowski

Nicolas Perkowski 
Foto: Max-Planck-Institut für Mathematik in den 
Naturwissens

Nicolas Perkowski Foto: Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften

Gemeinsame Presseerklärung des Max-Planck-Instituts für Mathematik in den Naturwissenschaften und der Humboldt-Universität zu Berlin

Der Mathematiker Nicolas Perkowski, Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften in Leipzig und Junior-Professor an der Humboldt-Universität zu Berlin, wird mit dem diesjährigen Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet. Der Preis gilt als bedeutendste Auszeichnung für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland. Die feierliche Preisvergabe findet am 28. Mai in Berlin statt.

Nicolas Perkowski erhält den Heinz Maier-Leibnitz-Preis in Anerkennung seiner wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Wahrscheinlichkeitstheorie. In seiner Forschung befasst er sich mit singulären stochastischen partiellen Differentialgleichungen, Fragen der angewandten stochastischen Analysis sowie robusten Verfahren auf dem Gebiet der Finanzmathematik. Gemeinsam mit Co-Autoren entwickelte er unter anderem einen viel beachteten alternativen Zugang zur Lösung singulärer stochastischer partieller Differentialgleichungen wie der Kardar-Parisi-Zhang-Gleichung und konnte auch erstmalig die Eindeutigkeit von Energielösungen für diese beweisen. Nicolas Perkowski empfindet den Preis als große Ehre. ,,Ich freue mich sehr über diese Ankennung meiner wissenschaftlichen Arbeit und ich bin sicher, dass der Preis ein wichtiger Baustein für meine weitere wissenschaftliche Karriere sein wird. Ich sehe ihn als Motivation und zugleich als Würdigung aller in Deutschland tätigen jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler."

Nicolas Perkowski studierte und promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Nach einem Forschungsaufenthalt an der Université Paris Dauphine kehrte er 2015 als Juniorprofessor für Stochastische Analysis an seine Heimateinrichtung zurück. Seit 2018 arbeitet er, gefördert durch das Heisenberg-Programm der DFG, parallel als Forschungsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Mathematik in den Naturwissenschaften in Leipzig.

Über den Heinz Maier-Leibnitz-Preis

Der Heinz Maier-Leibnitz-Preis wird seit 1977 jährlich an hervorragende Forscherinnen und Forscher verliehen, die sich in einem frühen Stadium ihrer wissenschaftlichen Laufbahn befinden und noch keine unbefristete Professur innehaben. Die DFG sieht den Preis als Anerkennung und zugleich als Ansporn, ihre wissenschaftliche Laufbahn eigenständig und gradlinig fortzusetzen. Benannt ist er seit 1980 nach dem Atomphysiker und früheren DFG-Präsidenten Heinz Maier-Leibnitz, in dessen Amtszeit (1973-1979) er erstmals vergeben wurde. Die DFG zeichnet in diesem Jahr insgesamt drei Wissenschaftlerinnen und sieben Wissenschaftler mit dem besonderen Preis für den wissenschaftlichen Nachwuchs in Deutschland aus. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten die mit je 20.000 Euro dotierte Auszeichnung am 28. Mai in Berlin.