Hamburger Stiftungen unterstützen Wissenschaftsbrücke mit 110.000 Euro

Foto: UHH/Esfandiari Die Flagge der Ukraine mit Logo der Universität Hamburg vor

Foto: UHH/Esfandiari Die Flagge der Ukraine mit Logo der Universität Hamburg vor dem Hauptgebäude

Für Forschende, die aus der Ukraine an eine Hamburger Hochschule kommen wollen, steht weitere finanzielle Unterstützung bereit: Fünf Hamburger Stiftungen stellen insgesamt 110.000 Euro für Stipendien zur Verfügung. Diese werden im Rahmen der durch die Universität Hamburg koordinierte Wissenschaftsbrücke vergeben, die Teil des Hamburg Programme for Scholars at Risk ist.

Im März, kurz nach Beginn des Angriffs Russland auf die Ukraine, hatte die Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke (BWFGB) bereits 100.000 Euro für einbis zwölfmonatige Stipendien für akut gefährdete Forschende aus der Ukraine zur Verfügung gestellt. Ziel war und ist es, den Forschenden zu ermöglichen, akute Notlagen zu Überbrücken und sich gleichzeitig im deutschen Wissenschaftssystem weiter zu qualifizieren und zu orientieren. Jetzt stockten die Claussen-Simon-Stiftung, die Joachim Herz Stiftung, die Körber-Stiftung, die ZEIT-Stiftung und die Alfred Toepfer Stiftung diese Hilfe mit Summen von jeweils 10.000 bis 25.000 Euro auf.

Die Universität Hamburg koordiniert die Wissenschaftsbrücke für alle staatlichen Hamburger Hochschulen im Rahmen des bestehenden Hamburg Programme for Scholars at Risk (HPSAR). Dieses wurde auf Initiative der Universität Hamburg 2018 durch die Hamburger Hochschulen und die BWFGB verabschiedet. Die betroffenen Forschenden, die an dem Programm teilnehmen, werden mit einer Hamburger Wissenschaftlerin oder einem Hamburger Wissenschaftler gematcht, die/der sie wissenschaftlich betreut, und erhalten ein Stipendium in Höhe von 2.000 Euro monatlich für maximal zwölf Monate.

Katharina Fegebank, Wissenschaftssenatorin: -Den Krieg Russlands gegen die Ukraine verurteile ich aufs Schärfste. Neben existentiellen Ängsten hat der Angriffskrieg Russlands auch massive Auswirkungen auf die Wissenschaft. Von Beginn an ging es darum, schnell und unbürokratisch zu helfen, wo es nur geht. Ich bin froh, dass wir gemeinsam mit der Landeshochschulkonferenz Hamburg (LHK) und zahlreichen Hamburger Stiftungen mit dem Hamburg Programme for Scholars at Risk Ukraine einen wichtigen Baustein für die Hamburger Wissenschaftsbrücke weiter ausbauen konnten. Gefährdete Wissenschaftler:innen aus der Ukraine haben unsere vollste Solidarität und mit dem Forschungsstipendium bekommen einige von ihnen die Möglichkeit, bei uns in Hamburg ihrer Forschungsarbeit weiter nachzugehen. Wir wollen ihnen einen sicheren Hafen bieten und sie in der Hamburger Wissenschaftslandschaft willkommen heißen. Mein großer Dank gilt all den Stiftungen, die die Wissenschaftsbrücke so kurzfristig und großzügig finanziell unterstützen und der Universität Hamburg für die großartige Koordination.-

Hauke Heekeren, Präsident der Universität Hamburg: -Der Krieg in der Ukraine wird vom Präsidium der Universität Hamburg ebenso wie von allen Hochschulen dieser Stadt auf das Schärfste verurteilt. Allen Menschen, die davon betroffen sind, gehört unser tiefstes Mitgefühl. Wir wollen auf unserem Feld der Forschung und Lehre denjenigen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern möglichst schnell und unbürokratisch helfen, die Hilfe von uns erbitten. Für die finanzielle Unterstützung, die dieses Überhaupt erst möglich macht, bin ich der Claussen-Simon-Stiftung, der Joachim Herz Stiftung, der Körber-Stiftung, der ZEIT-Stiftung und der Alfred Toepfer Stiftung sehr dankbar. Nicht zuletzt danke ich auch der Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke, die das Hamburg Programme for Scholars at Risk seit 2018 finanziert. Wir würden uns wünschen, dass das Programm auch über die konkrete Hilfe für ukrainische Forschende hinaus weiterhin finanziell ausgestattet wird, um auch zukünftig gefährdeten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Hilfe anbieten zu können, die sie benötigen.-

Seit März sind mehr als 80 Anfragen nach Stipendien im Rahmen der Wissenschaftsbrücke eingegangen. Bereits zugesagt werden konnten 14 Stipendien: sieben davon aus Mitteln der BWFGB und der Stiftungen, die restlichen sieben aus Eigenmitteln der involvierten Einrichtungen. Weitere Anträge sind in der Bearbeitung.


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