Grimm-Zentrum zeigt Wanderausstellung

Die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung können reflektieren, 
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Die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung können reflektieren, welche Disziplinen zusammenarbeiten sollten bei Forschungsfragen wie ,,Was kostet der Klimawandel?’ oder,,Werden wir 2050 noch Fisch essen?’  (Foto: ZBW)

Interaktive Ausstellung ,,Open UP! Wie die Digitalisierung die Wissenschaft verändert" zeigt aktuelle Forschungsergebnisse, Videos und Infrastrukturen rund um das Thema Open Science - Wanderausstellung lädt ein zum Experimenten, Filmen und interaktiven Themenschauen

Die Universitätsbibliothek der Humboldt-Universität zu Berlin freut sich, dass die Ausstellung der ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft, im Grimm-Zentrum Station macht. Anlass ist der 100. Geburtstag der ZBW. Gezeigt wird die Wissensausstellung vom 11. März bis zum 17. Juni 2019 im Foyer des Grimm-Zentrums. Der Eintritt ist frei.

Digitaler Wandel verändert das Wissenschaftssystem und damit auch Bibliotheken

Wissenschaft baut seit Jahrhunderten auf Bibliotheken als Wissensspeicher auf - und auch sie sind heute einem radikalen Wandel unterworfen. Wie nutzen wissenschaftliche Bibliotheken die digitale Revolution für ihre Neuerfindung? Eine interaktive Ausstellung, die den Blick auf wissenschaftliche Bibliotheken neu justieren will, zeigt einen möglichen Weg: Ein Dreiklang von Forschen, Engagieren und Entwickeln für Open Science. Besucher*innen werden eingeladen, mittels Bildern, Filmen, Infografiken und Experimentier-Stationen abzutauchen in die Welt des wissenschaftlichen Arbeitens im digitalen Zeitalter.

Die Wanderausstellung fokussiert drei Themenbereiche:

I ,,Literatur finden"

Etwa alle neun Jahre verdoppelt sich weltweit die Zahl wissenschaftlicher Publikationen. Allein in den Wirtschaftswissenschaften gibt es jährlich über 50.000 Veröffentlichungen. Weder Bibliotheken noch Forschende können diese Menge bewältigen, ohne Automatisierungen, Filter, Algorithmen oder Empfehlungssysteme zu nutzen. Was unter Anwendung von Methoden der Künstliche Intelligenz erforscht wird, wie die große Datenmengen erschlossen, intelligentes Verhalten automatisiert und sinnvolle Empfehlungssysteme gestaltet werden, erfahren Besucher*innen in der Themeninsel ,,Literatur finden".

II ,,Digitale Vernetzung"

Forschungsdaten sind schwer zugänglich. Sie liegen in vielen Datensilos verteilt in der ganzen Republik und sogar der ganzen Welt. Es fehlt eine Vernetzung digitaler Datensammlungen aus verschiedenen Disziplinen. Es fehlen verlässliche Infrastrukturen für die längerfristige Speicherung verschiedener Daten. Welche Infrastrukturen aufgebaut werden, wie das Teilen von Daten gefördert werden kann und wie Forscher*innen im Umgang mit Forschungsdaten unterstützt werden können, erfahren Besucher*innen in der Themeninsel ,,Digitale Vernetzung".

III ,,Neue Publikationsarten"

Was wäre, wenn die Gemeinfreiheit wissenschaftlicher Information als internationales Recht betrachtet würde? Wie wäre die Welt, wenn Open Access die vorherrschende Publikationsform in der Wissenschaft ist? Und was wäre anders, wenn wissenschaftliche Wirksamkeit nicht mehr allein an Publikationen und Zitationen bemessen würde? Wissenschaftliche Bibliotheken haben die Vision einer offenen und zugänglichen Wissenschaft. Mit welchen Ergebnissen alternative Leistungsindikatoren erforscht und neue Wege für den fairen Zugang zu Forschungsergebnissen erprobt werden, erfahren Besucher*innen in der Themeninsel ,,Neue Publikationsarten.

emappe zum Download  (PDF)

Die ZBW - Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft (ZBW) ist die weltweit größte Informationsinfrastruktur für die Wirtschaftswissenschaften. Die Einrichtung beherbergt rund vier Millionen Medieneinheiten und ermöglicht den Zugang zu Millionen wirtschaftswissenschaftlicher Online-Dokumente. Allein 2017 wurden rund sechs Millionen digitale Volltexte heruntergeladen. Daneben stellt die ZBW eine wachsende Sammlung von Open-Access-Dokumenten zur Verfügung. Die ZBW ist in ihrer Forschung international vernetzt. Hauptsächliche Kooperationspartner kommen aus EU-Großprojekten, aus DFG- bzw. BMBF-Projekten. Die ZBW ist Teil der Leibniz-Gemeinschaft und Stiftung des öffentlichen Rechts. Sie wurde mehrfach für ihre innovative Bibliotheksarbeit mit dem internationalen LIBER Award ausgezeichnet. 2014 wurde die ZBW zur ,,Bibliothek des Jahres" gekürt.