Gastprofessorin für Poetik der Übersetzung hält Antrittsvorlesung

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Karin Betz spricht am 1. November 2021 um 19.30 Uhr im Institut français zu ihrer Arbeit als Übersetzerin

Die Übersetzerin Karin Betz hält am 1. November 2021 um 19.30 Uhr ihre Antrittsvorlesung als Gastprofessorin an der Freien Universität Berlin. Sie hat in diesem Wintersemester die August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessur für Poetik der Übersetzung inne. Die Übersetzerin chinesischer Literatur spricht am Institut français über ,,Irrfahrten auf dem Weg zur interkulturellen Übersetzung". Die vom Deutschen Übersetzerfonds und der Freien Universität Berlin 2007 ins Leben gerufene Gastprofessur ist die erste Professur für Poetik der Übersetzung im deutschsprachigen Raum und wird jährlich im Wintersemester am Peter Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft eingerichtet.

Karin Betz studierte in Frankfurt am Main, Chengdu (Volksrepublik China) und Tokio (Japan) moderne und klassische Sinologie, Philosophie und Politik und arbeitete im Kulturaustausch. Seit 2009 ist sie im Hauptberuf Übersetzerin chinesischer, manchmal auch englischer und spanischer Literatur, unter anderem von Literaturnobelpreisträger Mo Yan, Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo, Friedenspreisträger Liao Yiwu oder dem populären Science-Fiction-Autor Liu Cixin. Die chinesische Gegenwartsliteratur steht im Zentrum ihres Übersetzerischen Werks, für das sie 2013 mit dem Zuger-Anerkennungspreis für die Übersetzung von ,,Die Wiedergeburt der Ameisen" von Liao Yiwu und dem Übersetzerpreis des chinesischen Schriftstellerverbands 2017/2018 für Yan Ges ,,Frau Duan feiert ein Fest" ausgezeichnet wurde.

,,Poetik der Übersetzung" - der anspruchsvolle Titel der Gastprofessur an der Freien Universität ist Programm. Seit ihrer Einrichtung hat sich die Professur als exponierter Ort der historischen Reflexion von Methoden und Theorien literarischen Übersetzens und der literaturund kulturgeschichtlichen Relevanz des Übersetzens etabliert. Das schließt die kritische Reflexion eigener und fremder Übersetzungsmethoden ebenso ein wie die vergleichende Textanalyse. August Wilhelm von Schlegel symbolisiert als Namenspatron der Professur den poetologischen Anspruch des Übersetzens: In seinem Schaffen verbinden sich philologische Forschung, eigene Dichtung und literarische Übersetzung miteinander. Nicht zuletzt seine Übersetzungen aus dem Altindischen (Bhagavad-Gita), dem Italienischen (Dante), dem Spanischen (Calderón, Cervantes) und dem Englischen (Shakespeare) machen ihn zu einer Schlüsselfigur der Literaturtheorie als Translationstheorie.

Veranstaltungsort und Anmeldung

Die Antrittsvorlesung findet am 1.11.21 um 19.30 Uhr im Institut français Berlin, Kurfürstendamm 211, 10719 Berlin statt. Um Anmeldung bis zum 29. Oktober per E-Mail wird gebeten: anmeldung@uebersetzerfonds.de (Betreff: Antrittsvorlesung + eigener Name).

Die Veranstaltung wird zudem per Livestream Übertragen. Der Link wird vorab bereitgestellt: www.uebersetzerfonds.de.


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