Fünfundzwanzig geflüchtete Lehrkräfte starten Weiterbildung an der Uni Köln

Einjähriges Programm ,,LehrkräftePLUS Köln" mit Deutschkursen, Seminaren und Schulpraktikum beginnt

Zum Wintersemester starten fünfundzwanzig geflüchtete Lehrkräfte die einjährige Weiterbildung ,,LehrkräftePLUS Köln". Das Programm besteht aus berufsbezogenen Deutschkursen, Seminaren zu Pädagogik und Fachdidaktik, Schulpraxisphasen sowie individueller Berufsberatung. Es soll die beruflichen Chancen der Teilnehmenden im deutschen Bildungssystem verbessern. Das International Office, das Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache und das Zentrum für LehrerInnenbildung der Universität zu Köln bieten die Weiterbildung gemeinsam an.

Die Studierenden kommen aus Syrien und der Türkei und haben zuvor bereits in ihren Herkunftsländern als Lehrerinnen und Lehrer gearbeitet. Angesichts des bundesweit akuten Lehrkräftemangels ist das Programm nicht nur eine Chance für die Teilnehmenden, sondern auch für die Schulen hierzulande. ,,LehrkräftePLUS Köln" ist Teil eines NRW-weiten Verbunds an Programmen, die sich an neu zugewanderte Lehrkräfte wenden. Neben Köln beteiligen sich die Universitäten Bielefeld, Bochum, Duisburg-Essen und Siegen an dem Netzwerk. Unter anderem soll ein Onlineportal entstehen, das Informationen für Studieninteressierte bündelt sowie Materialien für Teilnehmende, Alumni und Lehrende der Programme bereitstellt.

Einige Bezirksregierungen, beispielsweise Köln, bieten Anschlussprogramme für die Absolventinnen und Absolventen von ,,LehrkräftePLUS" an. Im Rahmen von ,,ILF Köln - Internationale Lehrkräfte fördern" unterrichten sie zwei Jahre lang an einer Schule im Regierungsbezirk Köln. Parallel nehmen die internationalen Lehrkräfte an einer berufsbegleitenden Fortbildung teil. Ziel ist die dauerhafte Gewinnung der Lehrkräfte für den öffentlichen Schuldienst des Landes Nordrhein-Westfalen.

,,LehrkräftePLUS Köln" wird im Rahmen des Programms ,,NRWege Leuchttürme" vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus den Mitteln des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft bis 2022 gefördert. Im Projekt kooperiert die Universität zu Köln mit der Bezirksregierung Köln und dem Ministerium für Schule und Bildung Nordrhein-Westfalen.

Bereits in den Jahren 2018 und 2019 haben jeweils 15 geflüchtete Lehrkräfte ein einjähriges Weiterbildungsprogramm an der Universität zu Köln absolviert.

Hinweis für Redaktionen: Bei Interesse an Interviews mit Programmverantwortlichen und Teilnehmenden können Sie sich an anna.niewerth mercator.uni-koeln.de wenden.

Presse und Kommunikation:
Anna Niewerth
Mercator-Institut für Sprachförderung und Deutsch als Zweitsprache
+49 221 470-7700
anna.niewerth mercator.uni-koeln.de


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