Freie Universität Berlin nominiert erfolgreich zwei bedrohte Forschende für ein Stipendium

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Die Freie Universität hat sich erfolgreich um die Förderung von zwei in ihrem Land politisch bedrohten Forschenden aus Mitteln der Alexander von Humboldt-Stiftung beworben. Wie die Stiftung in Bonn mitteilte, werden die Personen im Rahmen der Philipp-Schwartz-Initiative unterstützt. Deutsche Universitäten und Forschungseinrichtungen sind seit Ende 2015 aufgerufen, Kandidatinnen und Kandidaten für Stipendien zu nominieren. Die Freie Universität Berlin, die als erstes deutsches Mitglied des ‘Scholars at Risk’-Netzwerks seit 2013 bedrohte Forschende aufnimmt - gegenwärtig sind es zwei Personen aus Syrien und dem Iran ’, kann nach Bekanntgabe der Auswahlergebnisse nun zwei Stipendiaten aufnehmen, von denen sich eine Person allerdings zurzeit noch in ihrem Heimatland aufhält. Um die Sicherheit der Personen nicht zu gefährden, werden Fachgebiet und Herkunftseinrichtung nicht genannt.

Die nun bewilligten 56 Stipendien haben eine Laufzeit von 24 Monaten; die Aufenthalte beginnen am 1. September 2017. Um Mittel beworben hatten sich 41 Hochschulen mit Konzepten zur persönlichen und wissenschaftlichen Einbindung. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler suchen Schutz in Deutschland, weil ihnen in ihren Heimatländern Krieg oder Verfolgung drohen. Sie stammen nach Angaben der Stiftung aus der Türkei, Syrien, dem Irak, Venezuela, dem Jemen und der Ukraine.

Die Philipp-Schwartz-Initiative wurde von der Alexander von Humboldt-Stiftung mit Unterstützung des Auswärtigen Amts ins Leben gerufen. Sie wird finanziell unterstützt vom Auswärtigen Amt und von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, der Andrew W. Mellon Foundation (Vereinigte Staaten), der Fritz Thyssen Stiftung, der Gerda Henkel Stiftung, der Klaus Tschira Stiftung, der Robert Bosch Stiftung, dem Stifterverband und der Stiftung Mercator.

Die Initiative ist nach dem Pathologen jüdischer Abstammung Philipp Schwartz benannt, der 1933 vor den Nationalsozialisten aus Deutschland fliehen musste und die ‘Notgemeinschaft deutscher Wissenschaftler im Ausland’ gründete. Teil der Initiative sind neben den Stipendien Mittel für die Schaffung von Strukturen an den Gasteinrichtungen sowie Tagungen zum Austausch und zur Vernetzung zwischen den Gasteinrichtungen. Dabei arbeitet die Alexander von Humboldt-Stiftung eng zusammen mit internationalen Partnern wie dem Scholars at Risk Network, dem Scholar Rescue Fund und dem Council for At-Risk Academics.


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