Forschergruppe ideal.ist strebt länder- und themenübergreifende Vernetzung für Forschungsprojekte von Kant bis Schopenhauer an  

Forschungsgruppe ideal.ist mit (v.l.)     Matthias Koßler, Nina Lott,   Yukiko H

Forschungsgruppe ideal.ist mit (v.l.) Matthias Koßler, Nina Lott, Yukiko Hayashi-Baeken, Simone Cavallini, Erik Eschmann und Alexander Sergeevich Sattar; weitere Gründungsmitglieder sind Nora Schleich und Philipp Seng.

Forschergruppe ideal.ist strebt länderund themenübergreifende Vernetzung für Forschungsprojekte von Kant bis Schopenhauer an

Mit den philosophischen Ansätzen des Kritizismus und dem deutschen Idealismus beschäftigt sich eine neue Forschergruppe, die Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) gegründet haben. Die Gruppe, bestehend aus Doktoranden und Stipendiaten, ist am Arbeitsbereich der Philosophie der Neuzeit des Philosophischen Seminars angesiedelt und trägt den Namen "ideal.ist - Kritizismus und Idealismus: Systeme, Kontext und Rezeption". "Die Gruppe ist seit ihrer Gründung ausgesprochen international ausgerichtet und bemüht sich sehr um eine länderund themenübergreifende Vernetzung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, zum Beispiel durch die Veranstaltung von Tagungen und Workshops", teilt Matthias Koßler, Leiter der Schopenhauer-Forschungsstelle an der JGU, dazu mit. Die Gruppe ist im Sommer 2018 aus seinem Forschungskolloquium "Philosophie der Neuzeit" hervorgegangen.

Als Aufgabe hat sich die Gruppe die historische und systematische Erforschung des Kritizismus und der nachkantischen Systeme der klassischen deutschen Philosophie vorgenommen, also des sogenannten deutschen Idealismus, allen voran Kant, Fichte, Hegel, Schelling und Schopenhauer. Durch ihre enge Anbindung an die Kant-Forschungsstelle und die Schopenhauer-Forschungsstelle an der JGU versteht sich ideal.ist als Brückenschlag zwischen den beiden Schwerpunkten.

Die Gründungsmitglieder sind Simone Cavallini, Erik Eschmann, Dr. Yukiko Hayashi-Baeken, Nina Lott, Dr. Alexander Sergeevich Sattar, Nora Schleich und Philipp Seng. Alexander Sattar von der Russischen Akademie der Wissenschaften, Moskau, ist seit November 2018 mit einem Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Schopenhauer-Forschungsstelle zu Gast. Er wird bis Ende dieses Jahres an der Forschungsstelle bleiben und unter anderem die neu gegründete Forschergruppe unterstützen. Mit einer Tagung "Philosophie und Wissenschaft" wird die Forschergruppe vom 28. bis 30. Juni 2019 an die Öffentlichkeit treten.

Ansonsten laufen in der Schopenhauer-Forschungsstelle die Vorbereitungen für das diesjährige Jubiläum zum 200. Jahrestag des Erscheinens von Arthur Schopenhauers Hauptwerk "Die Welt als Wille und Vorstellung". Gemeinsam mit der Goethe-Universität Frankfurt am Main wird die Mainzer Forschungsstelle im Herbst 2019 einen Kongress an der Uni Frankfurt veranstalten und eine Ausstellung zum Werk durchführen. Außerdem steht eine Neuedition des Werks kurz vor dem Abschluss.