Federschmuck aus dem Amazonasgebiet

Federdiadem der Kayapo. Ethnologische Sammlung der Universität Göttingen (Am 433

Federdiadem der Kayapo. Ethnologische Sammlung der Universität Göttingen (Am 4333).

Schenkung an die Ethnologische Sammlung der Universität Göttingen



Der ehemalige Präsident der Universität Göttingen, Kurt von Figura, hat der Ethnologischen Sammlung der Universität insgesamt 31 Objekte indigener Gruppen aus dem Amazonasgebiet geschenkt. Dabei handelt es sich überwiegend um Federarbeiten, die 30 Jahre oder älter sind und von zwölf verschiedenen indianischen Ethnien stammen. Die größte Zahl der Objekte ist von den Kayapó und den Rikbaktsá aus dem brasilianischen Bundesstaat Mato Grosso.



‘Diese Übergabe ist für uns ein sehr großer Gewinn’, so Dr. Michael Kraus, Kustos der Ethnologischen Sammlung. ‘Zum einen ergänzt sie hervorragend ältere Sammlungen, wie die umfassenden Konvolute, die wir bereits 1959 erwerben konnten. Zum anderen enthält sie eine ganze Reihe exzellenter Objekte, die auch mit Blick auf die Einrichtung unserer neuen Dauerausstellung von Interesse sind.’ Hierzu zählen vor allem die eindrucksvollen Federdiademe der Kayapó, die teilweise während der Namensgebungszeremonien getragen werden. Auch kunstvoll arrangierter Nasenschmuck der Rikbaktsá sowie der Mantelumhang eines Schamanen der Juruna sind darunter.



Von Figura hatte die Gegenstände in den 1990er-Jahren als Privatsammler unter anderem von dem bekannten Ethnologen Lajos Boglár käuflich erworben. Die Ethnologische Sammlung besitzt aktuell knapp 5.000 Objekte aus Amerika. Das Gebäude am Theaterplatz 15 wird ab August 2019 mit Mitteln des Landes Niedersachsen umfassend saniert. Voraussichtlich 2021 soll die Ethnologische Sammlung mit ihren international renommierten Schätzen wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein.




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