Fassadenprojektion »walter - bauhaus« von Freie-Kunst-Studentin Larissa Barth am Bauhaus-Museum Weimar

Selbstportrait der Künstlerin Larissa Barth; Foto: Larissa Barth Download-Versio

Selbstportrait der Künstlerin Larissa Barth; Foto: Larissa Barth Download-Version

Am Samstag, 26. September 2020, ab 20 Uhr, projiziert Larissa Barth ihre fotografische Serie »walter - bauhaus« auf die Fassade des Weimarer Bauhaus-Museums. Mit der Intervention möchte die Künstlerin auf die Themen Gleichstellung und Repräsentation von historischen Persönlichkeiten im öffentlichen Raum hinweisen und einen gesellschaftlichen Diskurs anregen.

»Wir haben ein Jahrhundert lang über Männer und das Bauhaus gesprochen. Walter ist tot. Lasst uns versuchen, die Sicht aufs Bauhaus zu verändern«, schreibt Larissa Barth auf ihrer Website zur Fotoserie. In den vergangenen Monaten hat die Künstlerin einhundert fotografische Porträts weiblicher, diverser, trans und nonbinärer Personen angefertigt und auf dem Instagram-Kanal @walterisnotequaltobauhaus veröffentlicht. Sie alle studieren, arbeiten und forschen heute im Zusammenhang mit dem Bauhaus. Teile dieser Fotoserie werden nun als künstlerische Intervention auf die Fassade des Bauhaus-Museum Weimar projiziert.

»Mit dem Instagram-Kanal und der Projektion als temporärem Denkmal möchte ich den zeitgenössischen wie auch den historischen Bauhaus-Kontext und die vorherrschende cis-männliche Rezeption ansprechen«, erläutert Barth. »In einer weiteren Intervention war es mir wichtig, darauf hinzuweisen, wie dominant die männlichen Hauptfiguren der Weimarer Klassik im Stadtraum präsentiert sind.« Larissa Barth hatte in einer nicht genehmigten Aktion eine Gedenktafel für Herzogin Anna Amalia an der gleichnamigen Bibliothek platziert und zeitgleich Gedenktafeln für männliche Personen abgedeckt.

Die Fotoserie und die beiden Interventionen sind Teil der Diplomarbeit von Larissa Barth, die von der Professur »Kunst und sozialer Raum« unter Christiane Hill und der Künstlerischen Mitarbeiterin Katrin Steiger betreut wird. Mit ihrer Arbeit möchte die Künstlerin auf die cis-männliche Überrepräsentation im Kontext des Bauhauses wie auch im allgemeinen historischen und kulturellen Diskurs hinweisen und einen Anlass zum Diskurs zu den Themen Gleichstellung und Repräsentation in den öffentlichen Raum tragen.

walter - bauhaus
Intervention im öffentlichen Raum: Fassadenprojektion


Zeit:
Samstag, 26. September 2020, ab 20 Uhr mit Einbruch der Dunkelheit

Ort:
Bauhaus-Museum Weimar, Stéphane-Hessel-Platz 1, 99423 Weimar
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