Experten tagen zur naturnahen Gewässerentwicklung

49. Internationales Wasserbau-Symposium Aachen.

Flusssysteme in Mitteleuropa sind heutzutage selten naturnah, sondern anthropogen, also durch den Menschen geprägt. Durch Renaturierungen sollen die Folgen dieser Eingriffe in Gewässer reduziert, Lebensräume geschaffen und die Gewässerstruktur soll verbessert werden. Diesen Themen widmet sich am 10. und 11. Januar 2019 das 49. Internationale Wasserbau-Symposium Aachen (IWASA) mit dem Titel „Naturnahe Gewässerentwicklung – Beiträge aus Praxis und Forschung". Die Veranstaltung findet im Technologiezentrum am Europaplatz Aachen (AGIT), Dennewartstraße 25 bis 27, statt.

Landnutzungsänderungen, Landund Forstwirtschaft, Industrie, Bergbautätigkeiten, Maßnahmen zum Hochwasserschutz und zur Trinkwasserversorgung, Wasserkraftanlagen oder etwa Schifffahrt verändern die Abflusscharakteristika und wirken sich auf die Gewässerökosysteme aus. Naturnahe Gewässerentwicklung besitzt daher durch neue Anforderungen, veränderte Rahmenbedingungen und neue Erkenntnisse eine dauerhafte Aktualität. Aufgrund dynamischer Prozesse und komplexer Wechselwirkungen in Flusssystemen sind Maßnahmen zur Wiederherstellung eines naturnahen Zustands kostspielig, kompliziert und langfristig.

Das Symposium ist in Fachkreisen ein gerne genutzter Treffund Informationspunkt. Es richtet sich vor allem an Ingenieure und Naturwissenschaftler aus den Bereichen Wasserbau und Wasserwirtschaft, steht aber grundsätzlich allen Interessierten offen. Die Aktualität und Relevanz des Themas lässt wieder rund 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus dem In- und Ausland erwarten.

Unterstützt wird die Veranstaltung vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft Naturund Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, proRWTH und des Fördervereins des IWW. Die Teilnahme ist gebührenfrei und eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.