Exkursion zu Skyguide und SR Technics

Sowohl Skyguide als auch SR Technics sind führende Unternehmen in der Schweizer Luftfahrtbranche. Skyguide beschäftigt mehr als 1400 Mitarbeiter an 14 Standorten. Bei SR Technics sind es weltweit 3500. Grund genug für Studierende der Universität Liechtenstein auf ihrer Exkursion einmal nach Unternehmensphilosophie und -werten zu fragen.

Höchste Sicherheit hat Priorität
Nach einem Vortrag über Aufgaben und Zielsetzungen der Skyguide AG in Dübendorf konnten die Studierenden des Bachelorstudienganges BWL die Schweizer Luftsicherung einmal live erleben.
In einem Grossraumbüro arbeiteten vor zahlreichen Monitoren die Fluglotsen - durch eine schalldichte Glaswand von den Besuchern abgegrenzt. über Lautsprecher konnten die Exkursionsteilnehmer die englischen Dialoge zwischen Fluglotsen und Piloten mitverfolgen. Besonders interessant war die übergabe der einzelnen Flugzeuge von einem Flugsektor in einen anderen.


Wie stressbehaftet der Beruf eines Fluglotsen ist, zeigen auch die Arbeitszeiten. So darf ein Fluglotse bei Skyguide nie mehr als zwei Stunden am Stück vor einem Bildschirm sitzen. Zu turbulenten Zeiten wird mitunter auch alle 20 Minuten gewechselt. Im echten Krisenfall heisst es: „Clear the sky“. Dann wird der Luftverkehr nicht aus einem gesicherten Ersatzzentrum geleitet, sondern alle Maschinen müssen auf dem nächstgelegenen Flugplatz notlanden. Im Ernstfall fliegt nur noch das Militär.

Flugzeugwartung und -instandhaltung aus Leidenschaft
Im Anschluss daran ging es weiter zu SR Technics nach Kloten. Die Aktiengesellschaft SR Technics ist eine der weltweit grössten, von einer Airline unabhängigen Unternehmen im Bereich der Flugzeugwartung und -instandhaltung. Die frühere Tochtergesellschaft der SAirGroup wurde 2006 an ein Konsortium aus den Vereinigten Arabischen Emiraten verkauft. 92 Prozent der Aktien halten heute Mitglieder der Herrscherfamilien von Abu Dhabi und Dubai.


Zunächst mussten alle Exkursionsteilnehmer durch eine Sicherheitskontrolle. Dann demonstrierten Guides die Funktionsweise von Triebwerken und Motoren. Aber auch die Frage, wie ein Reifenwechsel bei einem Flugzeug funktioniert, konnte geklärt werden. Das eigentliche Highlight waren jedoch die riesigen Wartungshallen mit eingerüsteten Flugzeugen. Rund 100 Personen helfen dabei, alle Wartungsvorgaben einzuhalten. Die durchschnittliche Verweildauer eines Flugzeugs beträgt etwa einen Monat. Eine logistische Meisterleistung, wenn man bedenkt, dass am Ende keine Schraube fehlen darf.


Integration als Teil der Unternehmensphilosophie
Wie komplex die logistischen Prozesse im Hintergrund der Flugzeuginstandhaltung und Flugsicherung sind, wurde den 13 Studierenden bei diesem Ausflug eindrücklich vor Augen geführt. Interessant auch, wie Arbeitnehmer aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen integriert werden und mit ihrer Arbeit schlussendlich für die Sicherheit der Fluggäste garantieren.

(20.12.2012)


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