EUMETSAT und JAXA planen Zusammenarbeit bei Treibhausgasüberwachung

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EUMETSAT und die Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) haben heute ein Abkommen über eine enge gemeinsame Zusammenarbeit zum Zwecke der Überwachung der Treibhausgasemissionen in der Erdatmosphäre unterzeichnet.

Bei der heutigen Zeremonie in der EUMETSAT-Zentrale in Darmstadt unterzeichnete Kazuo Tachi im Namen von Ryoichi Imai, Generaldirektor des Space Technology Directorate 1 der JAXA, das Abkommen gemeinsam mit EUMETSAT-Generaldirektor Alain Ratier.

Japans Greenhouse Gases Observing Satellite (GOSAT) war weltweit der erste Satellit, der speziell zur überwachung von Treibhausgasemissionen gestartet wurde. Bereits seit einem Jahrzehnt messen die Instrumente dieses Satelliten auf der erdnahen Umlaufbahn Kohlendioxid und Methan. GOSAT-2 (der Nachfolger von GOSAT) wurde im Oktober vergangenen Jahres gestartet.

„Die Zusammenarbeit mit EUMETSAT ist eine unverzichtbare Grundlage für die Nutzung von Satellitendaten zur Verbesserung der nationalen Bestandsberichte über Treibhausgasmessungen und für die exakte Bestimmung des aktuellen Treibhausgasstatus.“, erläutert Kazuo Tachi. „JAXA möchte durch die Kooperation mit EUMETSAT auch die Nutzung der GOSAT- und GOSAT-2-Daten für die Wettervorhersage fördern.“

Das heute unterzeichnete Abkommen sieht vor, GOSAT- und GOSAT-2-Daten mit den Messungen des Infrarot-Interferometers zur Sondierung der Atmosphäre (IASI) zu vergleichen, das auf den drei Metop-Satelliten von EUMETSAT eingesetzt wird.

EUMETSAT wird seinen Nutzern - insbesondere dem Copernicus Dienst zur überwachung der Atmosphäre (CAMS) - die Daten einer Reihe von GOSAT-Satelliten zur Verfügung stellen können.

„Das Abkommen zwischen EUMETSAT UND JAXA ist ein internationaler Beitrag zur europäischen Roadmap mit dem Zweck der Einführung eines operationellen überwachungssystems für CO2, das zu einem tieferen Verständnis des Klimawandels führen soll”, berichtet Alain Ratier.


über EUMETSAT

Die europäische Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten ist eine zwischenstaatliche Organisation mit Sitz in Darmstadt, Deutschland, mit derzeit 30 europäischen Mitgliedsstaaten (Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, die Tschechische Republik, Türkei, Ungarn und das Vereinigte Königreich).

EUMETSAT betreibt gegenwärtig die geostationären Satelliten Meteosat-9, -10 und -11 über Europa und Afrika sowie Meteosat-8 über dem Indischen Ozean.

EUMETSAT betreibt drei polarumlaufende Metop-Satelliten als Bestandteil des Initial Joint Polar System (IJPS) mit der US National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA).

EUMETSAT ist auch Partner in den von Europa und den USA gemeinschaftlich durchgeführten Jason-Missionen zur hochpräzisen Meeresspiegelmessung (Jason-2, Jason-3 und Jason-CS/Sentinel-6).

Die Daten und Produkte der operationellen EUMETSAT-Satelliten leisten einen bedeutenden Beitrag zur Wettervorhersage und zur überwachung der Umwelt und des Klimawandels.

Die EU hat EUMETSAT damit betraut, in ihrem Auftrag die vier Sentinel-Missionen der Copernicus-Weltraumkomponente zur Beobachtung der Atmosphäre, des Ozeans und des Klimas zu betreiben. EUMETSAT führt diese Aufgaben in Zusammenarbeit mit der ESA durch und betreibt bereits die Sentinel-3-Meeresmission.

EUMETSAT arbeitet mit Betreibern von Erdbeobachtungssatelliten aus Europa sowie China, Indien, Japan, Russland, Südkorea und den Vereinigten Staaten zusammen.

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