Erste Schritte in die Forschung

Nr. 139 - 12.11.2018



Bachelorstudierende präsentieren Ergebnisse aus dem Projekt FoLL

(pug) Ein Einblick in die Gehörlosenkultur der Nachkriegszeit, frühchristliche Taufbecken und der Wald aus städtischer und ländlicher Sicht: Im Projekt Forschungsorientiertes Lehren und Lernen (FoLL) haben sieben Teams von Bachelorstudierenden der Universität Göttingen mit eigenen Fragestellungen erste Schritte in die Forschung unternommen. Zur öffentlichen Präsentation der Ergebnisse am Donnerstag, 15. November 2018, ab 18 Uhr im Adam-von-Trott-Saal des Tagungsund Veranstaltungshauses Alte Mensa lädt die Universität herzlich ein.

Ein Team von Studierenden der Sprachwissenschaften und Indogermanistik untersuchte die tonalen Phänomene in westafrikanischen Kwaund Mande-Sprachen - zwei Sprachfamilien, die in ihrem Studium bisher nicht vorkamen. Ebenfalls mit einer wenig bekannten Sprache beschäftigte sich eine Gruppe von Studierenden, die aus sprachwissenschaftlicher, geschichtlicher und soziokultureller Perspektive eine Ausstellung über die Gehörlosenkultur seit der Nachkriegszeit vorbereiten. Studierende der Geowissenschaften und Geographie maßen die Feinstaubbelastung an Standorten in Göttingen und analysierten, welchen Einfluss Windstärke, Bebauung und Vegetation auf die Werte haben.

Mit agrarwissenschaftlichen Fragen beschäftigten sich gleich zwei Teams. Eine Gruppe hat die unterschiedlichen Sichtweisen von Stadtund Landbewohnern auf den Wald untersucht. Die zweite Gruppe züchtete Weizen, der einen hohen Anteil antioxidativer Stoffe enthält und dadurch viele gesundheitliche Vorteile hat. Ein weiteres interdisziplinäres Team hat untersucht, warum schwer adipöse Menschen an einem Abnehmprogramm teilnehmen und wie sie bevorzugt angesprochen werden möchten.

Das Projekt FoLL wird von der Hochschuldidaktik der Universität Göttingen koordiniert und mit flankierenden Workshops begleitet. FoLL ist ein Teilprojekt von Göttingen Campus Q PLUS und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert. Informationen sind im Internet unter www.uni-goettingen.de/forschendeslernen zu finden.