,,EPICUR" bewirbt sich in der European Universities Initiative

Acht Partnerhochschulen wollen gemeinsam neue Lernformate für ihre Studierenden erarbeiten

In der ,,European Partnership for an Innovative Campus Unifying Regions" (EPICUR) kooperiert die Universität Freiburg mit dem Karlsruher Institut für Technologie, den Universitäten Strasbourg und Haute-Alsace/Frankreich, der Universität von Amsterdam/Niederlande, der Adam Mickiewicz Universität Pozna?/Polen, der Universität für Bodenkultur Wien/Österreich und der Aristoteles Universität Thessaloniki/Griechenland. Die Partner haben ihre gemeinsame Bewerbung in der European Universities Initiative bei der Europäischen Kommission eingereicht.

EPICUR zielt auf den Bereich der universitären Lehre und stellt in ihrer Bewerbung unter anderem die Liberal Arts and Sciences Education, die digitale Transformation der Lehrformen sowie den Ausbau der Mobilität für Studierende ins Zentrum der Kooperation. Daneben bilden die europäischen Sprachen und die verschiedenen Netzwerke, in die die Universitäten eingebettet sind, Schwerpunkte der Zusammenarbeit. ,,Mit EPICUR bringen wir Universitäten aus ganz Europa zusammen, die in ihren jeweiligen Regionen lange Traditionen der grenzüberschreitenden und interkulturellen Kooperation haben. Neue Lernformate im europäischen Dialog zu entwickeln ist für alle Beteiligten ein großer Gewinn und eröffnet unseren Studierenden einzigartige Möglichkeiten, im europäischen Bildungsraum zu studieren und Abschlüsse zu erwerben", sagt Hans-Jochen Schiewer , Rektor der Universität Freiburg.

Die European Universities Initiative ist ein Förderinstrument der Europäischen Kommission, das sich auf die Lehre konzentriert. Es ist in der neuen Förderlinie des Erasmus+ Programms der Generaldirektion Bildung und Kultur angesiedelt. Vier der beteiligten Partner von EPICUR sind Mitgliedsuniversitäten von Eucor - The European Campus. Dessen fünftes Mitglied, die Universität Basel, ist in der European Universities Initiative nicht antragsberechtigt, da die Schweiz kein Programmland von Erasmus+ ist.

Das regionale Modell des trinationalen Universitätsverbundes Eucor - The European Campus bleibt unverändert bestehen und wird konsequent weiterentwickelt. Mit seinem gemeinsam beschlossenen Strategieplan für die kommenden fünf Jahre, einer eigenen europäischen Rechtspersönlichkeit in Form eines Europäischen Verbunds für territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) und der verbindlichen Governance ist der European Campus ein Vorreiter in der grenzüberschreitenden, regionalen Hochschulkooperation. Die Zusammenarbeit des Verbundes, zu dem die Universitäten Basel, Freiburg, Haute-Alsace, Strasbourg sowie das Karlsruher Institut für Technologie zählen, reicht über das gesamte Wissensdreieck von Lehre, Forschung und Innovation der Universitäten. Besondere Schwerpunkte setzt der European Campus auf den Gebieten ,,Quantum Science and Technologies", ,,Precision Medicine / Personalised Health", ,,Sustainability" und ,,European Identities".

Mitgliedsuniversitäten von EPICUR

  • Universität Strasbourg

Die Universität Strasbourg hat ein internationales Flair. 20 Prozent der insgesamt 50.000 Studierenden und die Hälfte der Promovierenden kommen aus dem Ausland. Sie zeichnet sich durch interdisziplinäre Forschung, ein umfassendes Studienangebot sowie ein reiches kulturelles Angebot und Erbe aus.


  • Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Die Universität Freiburg kennzeichnet eine Mischung aus traditionellen Fächern und aktuellen Forschungsfeldern. Die 1457 gegründete Universität genießt in Lehre, Forschung und Weiterbildung einen exzellenten Ruf. Das Studienangebot der Volluniversität reicht von der Informationstechnologie über Medizin und Naturwissenschaften bis hin zu Geistesund Sozialwissenschaften. Etwa 25.000 Studierende sind an ihr eingeschrieben.


  • Karlsruher Institut für Technologie (KIT)

Als ,,Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft" schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschaftssowie Geistesund Sozialwissenschaften zusammen. Seine 25.100 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor.


  • Universität Haute-Alsace

Die Universität Haute-Alsace ist auf die Standorte Mulhouse und Colmar verteilt und bekannt für ihre Innovationsstärke, die Expertise in grenzüberschreitenden und interkulturellen Beziehungen und ihre Unternehmenspartnerschaften in Forschung und Lehre. Die Universität zählt rund 10.000 Studierende, denen sie ein Spektrum von 170 Studiengängen bietet.


  • Universität von Amsterdam

Die Universität von Amsterdam, gegründet 1632, genießt eine hohe internationale Reputation in Forschung und Lehre. In aktuellen Rankings nimmt die Volluniversität einen Platz unter den 20 führenden europäischen Universitäten ein. An ihren sieben Fakultäten lernen mehr als 30.000 Studierende und forschen über 3.000 Doktorandinnen und Doktoranden.


  • Adam Mickiewicz Universität Pozna?

Die Adam Mickiewicz Universität Pozna’, nach einem bedeutenden polnischen Dichter benannt, gehört zu den drei führenden Universitäten Polens und blickt auf eine 100-jährige Geschichte zurück. Mehr als 40.000 Studierende und 1.300 Doktorandinnen und Doktoranden lernen und forschen an insgesamt 15 Fakultäten.


  • Universität für Bodenkultur Wien

Die Universität für Bodenkultur Wien, kurz BOKU, versteht sich als Lehrund Forschungsstätte für erneuerbare Ressourcen und Nachhaltigkeit und verbindet Naturwissenschaften, Technik und Wirtschaftswissenschaften. An ihren 15 Departements studieren etwa 13.000 Studierende.


  • Aristoteles Universität Thessaloniki

Mit ihren 74.000 Studierenden ist die Aristoteles Universität Thessaloniki die größte griechische Universität. 1925 gegründet, zählt die Volluniversität zu den wissenschaftlichen Magneten Südosteuropas. An den zehn Fakultäten forschen mehr als 4.000 Doktorandinnen und Doktoranden und über 2.000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.