Einblicke in die Welt der Archäologie

Die Besiedlungsgeschichte der römischen Provinz ,,Pannonien" im ungarischen Keszthely-Fenékpuszta steht im Mittelpunkt einer neuen Ausstellung, die das Universitätsmuseum der Ruperto Carola zeigt. Präsentiert werden archäologische Objekte sowie Ausgrabungsergebnisse in Form von 3D-Rekonstruktionen, Lebensbildern und Modellen. Die Ausstellung ,,Castrum Virtuale - Rekonstruktion eines spätantiken Fundorts am Plattensee" wird am 25. April 2019 eröffnet. Sie erinnert an den deutsch-ungarischen Althistoriker Géza Alföldy (1935 bis 2011), der an der Universität Heidelberg lehrte und forschte.

In Keszthely-Fenékpuszta haben archäologische Untersuchungen Wehrund Monumentalbauten sowie Gräber aufgedeckt, die Einblicke in die über 300 Jahre fortdauernde Besiedlungsgeschichte des Ortes bieten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Heidelberg Center for Cultural Heritage (HCCH) der Ruperto Carola forschen dazu seit 2009 gemeinsam mit Vertretern des ungarischen Balatoni Múzeum sowie des Leibniz-Instituts für Geschichte und Kultur des östlichen Europa an der Universität Leipzig (GWZO).

Zur Eröffnung der Ausstellung sprechen der Rektoratsbeauftragte für das Universitätsmuseum, Matthias Untermann, sowie Christian Witschel vom HCCH der Ruperto Carola. Ebenso vertreten sind Bálint Havasi vom Balatoni Múzeum sowie Christian Lübke vom GWZO. Im Anschluss daran werden die Projektpartner eine Einführung in die Ausstellung geben. Die Eröffnungsveranstaltung findet im Universitätsmuseum, Grabengasse 1, statt und beginnt um 18.30 Uhr.

In den Folgemonaten stehen darüber hinaus zwei wissenschaftliche Vorträge auf dem Programm, die sich mit den Inhalten der Ausstellung auseinandersetzen. Am 21. Mai 2019 geht es um die Rekonstruktion archäologischer Denkmäler aus der Sicht eines Architekten. Im Mittelpunkt des Vortrags am 27. Juni 2019 stehen die Ergebnisse der Ausgrabungen in Keszthely-Fenékpuszta. Veranstaltungsort ist der Senatssaal der Universität Heidelberg, Grabengasse 1. Beginn ist jeweils um 18 Uhr.

Die Ausstellung wird vom 26. April bis 30. Juni 2019 im Universitätsmuseum gezeigt. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr.