Ein seltener Bücherschatz: 16.000 wertvolle Bände der Bibliothek Ley stärken die Romanistik an der Universität Bonn

Beim Festakt wurde ein Auswahl an Büchern gezeigt - Die wertvolle Sammlung enthä

Beim Festakt wurde ein Auswahl an Büchern gezeigt - Die wertvolle Sammlung enthält zahlreiche italienische und französische Drucke der Frühen Neuzeit. Sie umfasst rund 16.000 teils seltene Bände, darunter gut 4.000 Bände aus dem Zeitraum von 1500 bis 1900. © Volker Lannert / Uni Bonn .

16.000 wertvolle Bände der Bibliothek Ley stärken die Romanistik an der Universität Bonn

Die Universitätsund Landesbibliothek Bonn hat 2020 die umfangreiche Privatbibliothek von Klaus Ley erhalten. Die wertvolle Sammlung enthält zahlreiche italienische und französische Drucke der Frühen Neuzeit. Sie umfasst rund 16.000 teils seltene Bände, darunter gut 4.000 Bände aus dem Zeitraum von 1500 bis 1900. Mit einem Festakt bedankte sich jetzt die ULB für die Übergabe.

,,So eine Schenkung aus privater Hand ist einmalig", stellt Dr. Michael Herkenhoff, Dezernent für Handschriften und Alte Drucke ULB, fest. Die Übereignung stärke den romanistischen Sammlungsschwerpunkt der Bonner Universitätsbibliothek (ULB). ,,Zugleich schließen wir damit erhebliche Bestandslücken in unserem historisch gewachsene Altbestand, insbesondere bei italienischen und französischen Textausgaben."

Bei der Sammlung handelt es sich um die Privatbibliothek von Klaus Ley. Geboren 1943 in Iserlohn, studierte er Romanische und Klassische Philologie sowie Philosophie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, in Köln, Tübingen und Paris. 1974 promovierte er bei Hans Hinterhäuser. Er habilitierte sich unter anderem mit einem DFG-Stipendium und erhielt 1981 in Bonn die Venia legendi (Lehrberechtigung) für Romanische Philologie. Nach kurzzeitiger Inanspruchnahme eines Heisenberg-Stipendiums wurde er 1986 zum außerplanmäßigen Professor in Bonn ernannt. Es folgten Lehrtätigkeiten in München, Eichstätt und Trier. 1990 nahm er den Ruf für einen Lehrstuhl für Romanische Philologie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Dort lehrte er bis zu seiner Emeritierung als Professor für französische und italienische Literaturwissenschaft.

Mit seiner Alma Mater fühlte er sich stets verbunden. Die Universitätsund Landesbibliothek mit ihrem DFG-geförderten Fachinformationsdienst Romanistik und romanistischen Sammelschwerpunkt besuchte er regelmäßig und bedachte sie bereits in der Vergangenheit mehrfach mit Bücherspenden ,,Als ich mich schweren Herzens entschieden habe, meine private Bibliothek jetzt aufzulösen, wollte ich sie den Studierenden und Forschenden der Universität Bonn zur Verfügung stehen - dort, wo meine akademische Laufbahn ihren Anfang nahm und zum großen Teil stattgefunden hat."

Bei einem Festakt zu Ehren von Klaus Ley bedankte sich Ulrich Meyer-Doerpinghaus, Direktor der Universitätsund Landesbibliothek Bonn, vor rund 60 geladenen Gästen für die großzügige Widmung. ,,Die Schenkung bleibt mit Ihrem Namen verbunden und stellt eine große Bereicherung für die traditionsreiche Romanistik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität dar", machte Meyer-Doerpinghaus deutlich. ,,Viele zukünftige Studierende und Forschende werden von der Verfügbarkeit vor Ort der teils seltenen Werke profitieren."

Die Bände werden nun katalogisiert, ein Teilbestand auch digitalisiert. Dieser Prozess könne noch einige Zeit andauern, so Herkenhoff. Studierende, Forschende und Interessierte können die Bände anschließend für Forschungszwecke einsehen.

Fachinformationsdienst Romanistik

Der Fachinformationsdienst (FID) Romanistik stellt eine umfangreiche Sammlung romanistischer Spezialliteratur bereit und unterstützt den schnellen Zugriff auf forschungsrelevante Informationen. Die Universitätsund Landesbibliothek Bonn betreut seit Anfang 2016 gemeinsam mit der Staatsund Universitätsbibliothek Hamburg einen von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützten Fachinformationsdienst (FID) Romanistik. In Anknüpfung an die von 1949 bis 2015 gepflegten Sondersammelgebiete "Romanistik, Allgemeines", "Französische Sprache und Literatur" sowie "Italienische Sprache und Literatur" stellt die ULB im Rahmen des neuen Förderprogramms Literatur zur Frankoromanistik und Italianistik für den Spitzenbedarf bereit

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