Ehrendoktorwürde an Heinz-Otto Rehage verliehen

Fachbereich Geowissenschaften der Universität Münster würdigt die Verdienste in der ökologisch-biologischen Landesforschung

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Heinz-Otto Rehage erhielt bei einer Feierstunde im Planetarium des LWL-Museums für Naturkunde die Ehrendoktorwürde © LWL - Steinweg
Besondere und seltene Auszeichnung: Der Fachbereich Geowissenschaften der Universität Münster hat Heinz-Otto Rehage die Ehrendoktorwürde verliehen. Es ist erst das vierte Mal, dass der Fachbereich diese Auszeichnung vergeben hat. Er würdigt damit die besonderen Verdienste des gebürtigen Dortmunders in der ökologisch-biologischen Landesforschung in Westfalen und darüber hinaus. Heinz-Otto Rehage, Jahrgang 1934, hat in seiner Funktion als Leiter der Außenstelle des LWL-Museums für Naturkunde am Heiligen Meer im Kreis Steinfurt über viele Jahre das Kursprogramm konzipiert und als Dozent sein Wissen an viele Menschen weitergegeben. "Heinz-Otto Rehage wirkte im hohen Maß an der Ausbildung von Studierenden der Biound Geowissenschaften mit und legte damit für viele Absolventinnen und Absolventen seit über 70 Jahren den Grundstein für eine erfolgreiche Karriere - in der Wissenschaft und der Praxis", betont der Dekan des Fachbereichs Norbert Hölzel während der Feierstunde. Die feierliche Zeremonie fand im Planetarium des LWL-Museums für Naturkunde statt. Gewürdigt wurde Heinz-Otto Rehage unter anderem durch die beiden Initiatoren der Promotion Sascha Buchholz vom Institut für Landschaftsökologie und Jan Ole Kriegs, Direktor des LWL-Museums für Naturkunde.

Bereits als Kind entdeckte Heinz-Otto Rehage seine Liebe zur Vogelwelt und zur Käferfauna. Als gelernter Chemielaborant und biologischer Autodidakt verfasste er mehr als 160 Fachartikel zu diversen Themen aus Botanik, Entomologie, Ornithologie, Limnologie, Geografie und Landschaftsgeschichte sowie zur regionalen Biodiversität. Seine erste Veröffentlichung publizierte er im Jahr 1955 über die Brutbiologie von Dorngrasmücken und Blaukehlchen, mehrere aktuelle Publikationen befinden sich gerade im Druck. Heinz-Otto Rehage beruflich wie ehrenamtlich stets eng dem LWL-Museum für Naturkunde verbunden und arbeitete auch mit Arbeitsgruppen der Universität Münster zusammen. "Seit seinem Eintritt in den Ruhestand im Jahr 1998 arbeitet er quasi täglich ehrenamtlich im Museum und betreut kuratorisch die naturkundlichen Landessammlungen mit - sein Wissen ist für uns von unschätzbarem Wert", erläutert Jan Ole Kriegs.


Aufgrund vieler wissenschaftlicher Arbeiten von Heinz-Otto Rehage bietet das LWL-Museum für Naturkunde eine herausragende Forschungsinfrastruktur und zahlreiche historische Referenzen, etwa Sammlungen oder Feldbücher, um präzise Aussagen zur Veränderung der Artenvielfalt im Laufe der Zeit zu treffen. "Sowohl für die Wissenschaft als auch für die Lehre sind diese Kenntnisse von unschätzbarem Wert", sagt Sascha Buchholz. "In Zeiten des globalen Wandels sind vergleichende Untersuchungen notwendig, um Prozesse zu verstehen und Maßnahmen für den Schutz der Umwelt und des Klimas zu entwickeln und umzusetzen."