EARLI stellt Bildung von morgen in den Fokus



Urheberrecht: Heike Lachmann

Internationale wissenschaftliche Tagung findet vom 12. bis 16. August mit über 2.300 Teilnehmenden an der RWTH Aachen statt

In Zeiten stetigen Wandels wird es zunehmend schwierig, künftige Herausforderungen vorauszusehen und sich darauf vorzubereiten. Bildung muss kommende Generationen fit machen für immer neue Anforderungen. Wie aber muss die Bildung von morgen aussehen? Was können wir aus der Vergangenheit und aus der Gegenwart lernen? Damit befasst sich die internationale Tagung der „European Association for Research on Learning and Instruction" - kurz EARLI - vom 12. bis 16. August 2019 an der RWTH Aachen. Rund 2.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, politische Entscheidungsträger und Praktiker aus dem Forschungsund Themenfeld „Lernen und Unterricht" werden über Forschungsergebnisse, Herausforderungen in Schule, Universität und Ausbildung sowie über die Bildung von morgen diskutieren.

Bildungsthemen beherrschen kontinuierlich die politische Diskussion. Auch populärwissenschaftliche Bücher greifen Themen wie Qualität der Schulen oder das Bildungssystem im Ganzen auf. Welche Maßnahmen aber tatsächlich wirkungsvoll sind, um Unterrichtsqualität zu verbessern oder die Motivation von Lernenden zu fördern, ist Thema der empirischen Bildungsforschung. „Wenn wir die Bildung von morgen und die entsprechende Forschung in den Fokus nehmen, ist entscheidend, neue Forschungsergebnisse mit unserem bisherigen Wissen zu verknüpfen und herauszuarbeiten, wie diese Verbindung einen nachhaltigen Lernprozess fördern und für Neues wappnen kann", unterstreicht apl. Professor Marold Wosnitza, Erziehungswissenschaftler und Präsident der Tagung. Ziel sei, die vielfältigen, insbesondere in Europa gesammelten, Forschungsansätze und -ergebnisse zu bündeln. Im Zentrum stehe die Frage, wie Bildung auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten und wie sich die Bildung selbst auf diese Herausforderungen einstellen kann.

Zu Beginn der fünftägigen Konferenz am Montagmorgen, 12. August, wird diskutiert, wie die Erkenntnisse aus der Forschung in der Praxis umsetzbar sind und wie sich eine Brücke zwischen Bildungsforschung und Politikgestaltung schlagen lässt. Zu den weiteren Themen gehören Digitalisierung von Unterricht, was guten Unterricht ausmacht, welche Job-Skills wichtig sind und die Arbeit mit multikulturellen Klassen. Insgesamt stehen 1.372 Beiträge in 456 Sessions auf dem Programm. Neun Hauptrednerund rednerinnen geben Gesprächsimpulse.

Die Fitness für den Job von morgen ist auch abhängig von Ausbildung oder Studium. Dazu wird an der RWTH geforscht: Wie finde ich das passende Studienfach, wie können Studienzweifler bei der Suche nach Alternativen unterstützt werden oder wie können beispielsweise Selbstmanagement oder Widerstandsfähigkeit bei Karriereplanung oder im Job helfen? Aachener Forschende berichten darüber während der EARLI mit dem Vortrag „May I help you? – The project SunStAR: Supporting University Students at Risk of Dropping-Out", Mittwoch, 14. August, in der Session „Should I stay or should I go? – Adaption and Drop-out in higher education” von 12 bis 13.30 Uhr; und mit dem Vortrag "Career insecurity and self-management during PhD training: A longitudinal study” am Freitag, 16. August ab 9.30 Uhr.

Die Konferenz findet alle zwei Jahre statt und versammelt die europäische Spitze der Bildungsforschung. Nach Tampere (Finnland), München, Exeter oder Amsterdam findet sie jetzt in Aachen statt. EARLI ist eine der weltweit angesehensten und bedeutendsten wissenschaftlichen Gesellschaften der Bildungsforschung, ihr gehören Menschen aus über 60 Ländern an.

Medienvertreter sind herzlich eingeladen. Akkreditieren können Sie sich bei
Kerstin Theilmann
Telefon: +49 177 298 30 82


This site uses cookies and analysis tools to improve the usability of the site. More information. |