Die transnationalen Verstrickungen der Geschichte

Humboldt-Forschungspreisträger Professor Max Paul Friedman von der American University in Washington, D. C. im Sommersemester 2019 an der Freien Universität Berlin

Max Paul Friedman, Professor an der American University in Washington, D. C., ist in diesem Sommersemester für vier Monate an der Freien Universität Berlin zu Gast. Der Historiker erhält in diesem Jahr den renommierten Friedrich Wilhelm Bessel-Forschungspreis der Alexander von Humboldt-Stiftung. Mit der Preisvergabe sind zwei Forschungsaufenthalte verbunden, die Max Paul Friedman am Lateinamerika-Institut der Freien Universität verbringen wird. Sie ermöglichen eine intensive Zusammenarbeit zwischen beiden Universitäten in Berlin und Washington; es sind gemeinsame Tagungen und Publikationen geplant sowie die Zusammenarbeit im Rahmen des Internationalen Graduiertenkollegs ,,Temporalities of Future" an der Freien Universität Berlin. Der zweite Forschungsaufenthalt des Geschichtswissenschaftlers wird voraussichtlich im Sommer 2020 stattfinden.

Max Paul Friedman gilt als international renommierter Historiker und Experte auf dem Gebiet der interamerikanischen Beziehungen des 20. Jahrhunderts, der US-Außenpolitik und der internationalen Beziehungen im Allgemeinen. In den vergangenen Jahren hat er mehr als 50 Preise, Stipendien und angesehene Fellowships eingeworben. In seinen Forschungsarbeiten beschäftigt sich Friedman mit Ideologien, Migration, Kultur, Staatlichkeit und mit der Zirkulation von Ideen. Sie basieren auf Recherchen in mehr als einem Dutzend Ländern und der Analyse von Quellen in sechs Sprachen.

Die Humboldt-Stiftung verleiht den Bessel-Forschungspreis jährlich an ungefähr 20 international anerkannte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus dem Ausland, die sich durch herausragende Forschungsleistungen auszeichnen und die ihre Promotion vor nicht mehr als 18 Jahren abgeschlossen haben.