Die Pandemie bietet Chancen für eine neue Art der Mitarbeiterführung

Eine Befragung unter 1.760 CEMS-Alumni und UnternehmenspartnerInnen zeigt, dass die Bedeutung von Resilienz und Empathie als Führungsqualitäten dramatisch zugenommen hat / Ein Fünftel der weltweit Befragten stammt aus Köln

Die COVID-19-Pandemie hat Defizite in der Mitarbeiterführung aufgezeigt. Sie bietet dadurch aber auch die Möglichkeit, den Status Quo zu hinterfragen und die Mitarbeiterführung neu zu gestalten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der CEMS Global Alliance in Management Education, einem Konsortium von 69 UnternehmenspartnerInnen und 34 führenden Business Schools auf allen Kontinenten, maßgeblich mitbegründet durch die Universität zu Köln. Die Auswirkungen der Pandemie auf die Mitarbeiterführung wurden durch eine Befragung von 1.760 CEMS-Alumni und UnternehmenspartnerInnen untersucht. Rund ein Fünftel davon waren ehemalige Studierende, ProfessorInnen oder Corporate und Social Partner aus Köln. Befragt wurden Personen aus verschiedenen Branchen und Sektoren, unter anderem Beratung, Technologie, Finanzdienstleistungen und Konsumgüter.

Die Umfrage ergab, dass COVID-19 für 87 Prozent der Befragten tiefgreifende Auswirkungen auf ihr Geschäft und ihre Teams hatte. Ein Viertel der Befragten glaubt, dass die in der Pandemie angestoßenen Veränderungen dauerhaft sein werden. Die Studie zeigte außerdem, dass die Bedeutung von Resilienz und Empathie als Führungsqualitäten stark zugenommen hat, während die Bedeutung von traditioneller Führungsautorität und technischen Fähigkeiten abgenommen hat.

,,COVID-19 hat uns vor Augen geführt, wieviel an Digitalisierung von Führungsprozessen möglich ist und was in einer voll digitalisierten Welt fehlt. Das stärkt den Blick auf die sozialen Fähigkeiten, die für eine moderne Führung in einer digitalisierten Welt nötig sind. Die wertvollen Erkenntnisse aus der kollektiven globalen Denkweise der CEMS-Gemeinschaft können uns als Bausteine dienen, die wir brauchen, um unsere Zukunft nach der Pandemie erfolgreich zu gestalten", erklärt Marc Fischer, Professor für Marketing Science & Analytics und Akademischer Direktor des CEMS International Management Masterprogramms an der Universität zu Köln.
Der neue Leitfaden ,,CEMS Guide to Leadership in a Post-COVID-19 World" enthält eine Reihe von Empfehlungen für Führungskräfte, PädagogInnen und junge Fachkräfte im Hinblick auf den beruflichen Umgang mit der Pandemie-Situation.

Die wichtigsten Empfehlungen im Überblick:

  • Führungskräfte müssen psychologische Sicherheit aufbauen, damit MitarbeiterInnen unter Druck erfolgreich sein können. Das bedeutet, Engagement, Produktivität und Innovation zu sichern.
  • Junge Fachkräfte müssen Verantwortung übernehmen, um ihr Potenzial bestmöglich auszuschöpfen. Das bedeutet, dass sie Selbsterkenntnis, Autonomie, eine Innovationsmentalität und Widerstandsfähigkeit aufbauen müssen, um Chancen zu entdecken und Netzwerke zu erweitern.
  • Das Lehrpersonal von Business Schools muss das Lernen neu gestalten. Das bedeutet, Autonomie und Resilienz bei den Lernenden aufzubauen, um sicherzustellen, dass das Lernen auch im neuen Normalzustand engagiert und vernetzt bleibt.

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