Die Freiräume der Anderen

Auf der interaktiven Karte können Autoren ihre persönlichen Mußeorte mit anderen

Auf der interaktiven Karte können Autoren ihre persönlichen Mußeorte mit anderen teilen. Foto: SFB 1015 Muße

Freiburger Forschende machen Orte der Muße mit einer interaktiven Karte erfahrbar

Das Akakusgebirge in der Wüste Libyens, das Hafenstädtchen Penarth in Wales und der Akademische Filmclub in Freiburg haben etwas gemeinsam: Sie alle sind Orte, an denen Menschen Muße gefunden haben. Mit dem Vorhaben ,,MußeOrte - weltweit" hat ein Team vom Sonderforschungsbereich (SFB) 1015 ,,Muße. Grenzen, Raumzeitlichkeit, Praktiken" der Universität Freiburg eine interaktive Karte veröffentlicht, die mit Texten und Bildern einen Überblick über solche Stätten bietet. Menschen aus unterschiedlichen sozialen und beruflichen Kontexten, aber auch Studierende und Forscherinnen und Forscher haben für das Projekt Beiträge verfasst und berichten von ihren persönlichen Räumen der Muße. Das Projekt soll weiter wachsen - Beitragsvorschläge sind also willkommen.

,,MußeOrte - weltweit" macht subjektive Mußeerlebnisse und die damit verbundenen Räume multimedial erfahrbar und lädt zum Erkunden ein. Die Besucherinnen und Besucher der Seite erfahren nicht nur, wo diese Orte liegen, sondern auch was sie für die Autorinnen und Autoren besonders macht. Im Mittelpunkt steht die Frage: Welches Alltagsverständnis haben Menschen von Muße und wie spiegelt sich dieses in ihrem Umgang mit Orten wider? Die Beiträge werden ergänzt durch Interviews mit Forschern des SFB. Ihre wissenschaftliche Perspektive rahmt die Beiträge und soll zum Nachdenken über das Thema anregen.

Der SFB 1015 untersucht Kulturen der Muße und rückt dabei die gesellschaftlichen und gesellschaftspolitischen Aspekte des Themas ins Zentrum. Während in der ersten Förderphase von 2013 bis 2016 schwerpunktmäßig historische Gegenstände wie etwa Muße und Gender im Russland des 19. Jahrhunderts oder die römische Briefliteratur erforscht wurden, widmen sich die aktuell 15 Teilprojekte der zweiten Förderphase vermehrt Phänomenen der Gegenwart. Forschungen zu Muße-Kursen im Zeichen der Selbstoptimierung oder psychologische Untersuchungen zu Mußeräumen leisten einen Beitrag zur heutigen Debatte um die Bereitstellung und Verwendung zeitlicher Ressourcen. Im Transferprojekt ,,Mußeum - Museum der Muße und Literatur Baden-Baden" werden die Forschungsergebnisse für die Neukonzeption und Umgestaltung des Baden-Badener Literaturmuseums in die Praxis umgesetzt.

,,MußeOrte - weltweit"


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