Die Artenvielfalt der Wälder

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Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Förderung des Graduiertenkolle

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Förderung des Graduiertenkollegs ,,Der Einfluss funktionaler Eigenschaften beigemischter Koniferen auf die Funktionsweise von Rotbuchenökosystemen’ an der Universität Göttingen verlängert. Foto: Universität Göttingen/Serena Müller

DFG verlängert Förderung für Graduiertenkolleg in den Forstwissenschaften

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Förderung des Graduiertenkollegs ,,Der Einfluss funktionaler Eigenschaften beigemischter Koniferen auf die Funktionsweise von Rotbuchenökosystemen" an der Universität Göttingen verlängert. Das Graduiertenkolleg (GRK) erhält in den kommenden viereinhalb Jahren rund vier Millionen Euro. Die zweite Förderperiode beginnt am 1. April 2022.

Im Graduiertenkolleg widmen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Forstwissenschaften, der Biologie und der Statistik der Frage, wie naturnahe Buchenwälder auf die Beimischung von Koniferen wie der Fichte (Picea abies, einer einheimischen Konifere, die häufig außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets angebaut wird) oder der Douglasie (Pseudotsuga menziesii, eine nicht-einheimische, aus dem pazifischen Nordwesten Nordamerikas stammende Nadelbaumart) reagieren. Auf der Grundlage von 40 in Niedersachsen verteilten Versuchsflächen untersuchen sie, wie sich die Artengemeinschaft in Mischwäldern aus Buchen und Koniferen ändert, was das für Ökosystemprozesse wie das Baumwachstum oder den Wasserund Nährstoffkreislauf bedeutet, welche Ökosystemleistungen von solchen Wäldern im Gegensatz zu Reinbeständen zu erwarten sind und ob sie den Folgen des Klimawandels besser widerstehen können als diese.

Im ersten Durchgang waren am GRK insgesamt 23 Promovierende beteiligt, von denen einige ihre Promotion bereits abgeschlossen haben. ,,In der ersten Förderperiode haben wir viele interessante Beobachtungen gemacht, die uns zum Teil sehr Überrascht haben", sagt GRK-Sprecher Christian Ammer von der Fakultät für Forstwissenschaften und Waldökologie. ,,So zeigte sich beispielsweise, dass der Standort, das heißt das regionale Klima und der Boden, im Hinblick auf bestimmte Prozesse viel prägender ist, als die Identität der Baumarten. In der zweiten Förderphase wollen wir den zum Teil unerwarteten Befunden auf den Grund gehen und versuchen, kausale Erklärungen zu finden."

 

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