Deutschlandstipendium: Urkundenübergabe in der Aula der Universität Bonn

Gruppenfoto 
                 Foto: Barbara Frommann/Uni Bonn

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141 Studierende der Universität Bonn sind es in diesem Jahr: Sie erhalten mit dem Deutschlandstipendium eine monatliche Zuwendung von 300 Euro, damit sie sich ohne finanzielle Sorgen ihrer akademischen Ausbildung widmen können. Damit habe sich der Vorjahreserfolg beinahe verdoppelt, erzählte Wolfgang Löwer, als er die rund 170 anwesenden Stipendiaten als auch ihre Fördernden am Mittwochabend in der Aula der Universität Bonn begrüßte.


In erster Linie wollte sich der Vorstandsvorsitzende der Bonner Universitätsstiftung bei all jenen bedanken, die das Deutschlandstipendium unterstützen: ,,Bürgerliches Engagement ist für eine Universität zwingend notwendig. Es führt die Gesellschaft näher an die Universität heran und fördert das Bewusstsein, dass wir nicht alles vom steuerumverteilenden Staat erwarten sollten."

Wer eines der begehrten Stipendien erhalten konnte, habe dabei keinesfalls der Zufallsgenerator entschieden. ,,Sie dürfen dieses Stipendium als Beweis für Ihre Leistungsfähigkeit begreifen.", so Löwer weiter. Die Auswahl werde dabei immer schwieriger: 443 Bewerbungen gingen in diesem Jahr bei der Bonner Universitätsstiftung ein. ,,Man sucht nicht mehr in stark gespreizten Qualifikationen, sondern nach Differenzierungen bei bestens ausgebildeten Kandidatinnen und Kandidaten." Neben der monetären Unterstützung - von der die Hälfte private Fördernde, Unternehmen oder Stiftungen finanzieren, die andere Hälfte der Bund - ist vor allem die persönliche Begegnung der Stipendiaten und ihren Stipendiengebern für Löwer wichtig: ,,Dies bietet eine weitere personale Kooperationsoption für unsere Stipendiatinnen und Stipendiaten."

Universitätsrektor Dr. h.c. Michael Hoch vermutet, mehr noch als die finanzielle Unterstützung, werde das Deutschlandstipendium für die persönliche Entwicklung der Studierenden entscheidend sein. ,,Ich bin überzeugt, es macht psychologisch einen Unterschied, zu wissen, dass andere einen aufgrund der eigenen Leistung ausgewählt haben. Man bekommt eine andere Haltung zum Studium und entwickelt seine Persönlichkeit anders. Für diesen wichtigen und wertvollen Impuls bin ich den Stifterinnen und Stiftern besonders dankbar."

Bei dieser Gelegenheit erinnerte Rektor Hoch noch einmal an das zurückliegende Jahr, das nicht nur wegen seines 200-jährigen Jubiläums der Universität Bonn ein besonders einprägsames bleiben wird: Mit Verweis auf die Exzellenzstrategie, bei der die Universität Bonn sechs Cluster erringen konnte, machte Hoch deutlich, dass den Studierenden ein akademisches Umfeld geschaffen werden konnte, das erfolgreich und zukunftsweisend agiert. ,,Und Sie, liebe Studierenden, sind Teil dieser Universität!", schloss der Rektor mit Verweis darauf, dass eine Universität immer nur so gut ist, wie die Menschen, die hier wissenschaftlich arbeiten.

Im Anschluss an die Grußworte wurden die Fördernden einzeln vorgestellt und konnten die Stipendien-Urkunden persönlich an die Geförderten übergeben. Eine Überraschung gab es auch noch: Erstmalig erhielten die Fördernden als Dank für ihr großzügiges Engagement ebenfalls eine Urkunde.

Durch den Abend führte Denis Nasser. Musikalisch wurde die Verleihung der Urkunden von David Brück am Saxophon und Daniel Pottgüter am Klavier begleitet. Im Anschluss an die Verleihung eröffnete Wolfgang Löwer mit dem Buffet den inoffiziellen Teil der Veranstaltung. In lockerer und geselliger Atmosphäre nutzten die Anwesenden den Ausklang der Veranstaltung nicht nur zum Kennenlernen. Viele Fördernde sind bereits einige Jahre in der Fördergemeinschaft aktiv und so freuten sich viele Gäste auch auf ein Wiedersehen.

Das Deutschlandstipendium wird seit 2011 an Studierende verliehen, die sich durch besondere Leistungsfähigkeit und Talent auszeichnen, aber auch durch ehrenamtliches und außeruniversitäres Engagement. Die Universität Bonn vergibt die Stipendien seit dem Wintersemester 2013. Dabei erfolgt die Administration und Vergabe des Stipendiums durch die Bonner Universitätsstiftung, die der Universität zum 200-jährigen Jubiläum ein besonderes Geschenk machen wollte: Mit der Kampagne ,,100 für 200" wollte die Bonner Universitätsstiftung in dieser Förderperiode mindestens 100 Deutschlandstipendien an die Studierenden vergeben. Dank einer starken Fördergemeinschaft ist es gelungen, dieses Ziel weit zu übertreffen.

Wer sich fördernd engagieren oder an der Universität Bonn durch das Deutschlandstipendium gefördert werden möchte, erhält ausführliche Informationen unter www.deutschlandstipe­ndium.uni-bonn.de.