Deutscher Kinostart für Dokumentarfilm von künstlerischer Mitarbeiterin Nicola Hens

Filmplakat zu »Chichinette - wie ich zufällig Spionin wurde«; Quelle: missingFIL

Filmplakat zu »Chichinette - wie ich zufällig Spionin wurde«; Quelle: missingFILMs Download-Version

Der Dokumentarfilm »Chichinette - wie ich zufällig Spionin wurde« von Nicola Hens, läuft am Donnerstag, 17. September 2020, bundesweit in den Kinos an. Der Film erzählt die bisher kaum bekannte Geschichte der französischen Jüdin Marthe Cohn alias Chichinette, die sich entschied, als Spionin der Alliierten in Nazi-Deutschland ihr Leben aufs Spiel zu setzen. Begleitend zum Kinostart findet im Weimarer Lichthaus Kino eine Vorführung mit anschließendem Gespräch mit der Regisseurin statt.

Der Kinostart des Films war ursprünglich für den 19. März 2020 geplant, doch wenige Tage zuvor kam der bundesweite Lockdown. Nun freut sich die Regisseurin, ihre Dokumentation im Rahmen einer kleinen Deutschland-Tournee auch dem Weimarer Publikum erstmals zeigen zu können: »Weimar ist mit dem Entstehungsprozess des Films eng verbunden, daher ist für mich etwas ganz Besonderes, zum Starttermin hier zu sein und mit dem Publikum diskutieren zu können«, so Nicola Hens.

Nicola Hens ist seit 2015 Künstlerische Mitarbeiterin an der Bauhaus-Universität und unterrichtet im Bereich Dokumentarfilm und Kamera. Die Arbeit an »Chichinette« begann sie fast zeitgleich. »Die Umsetzung eines Kinofilms ist ein langer und intensiver Prozess«, so Hens. »Die Bauhaus-Universität Weimar und vor allem Prof. Wolfgang Kissel, Professor für Medien-Ereignisse, haben mich während der gesamten Zeit immer wieder motiviert und nach Kräften unterstützt. Für die Animations-Sequenzen habe ich mit meiner Kollegin Aline Helmcke, damals Gastwissenschaftlerin an der Professur Multimediales Erzählen, künstlerisch kooperiert. Im Rahmen der Lehre kamen meine Erfahrungen aus der Realisierung von auch den Studierenden zugute. Für sie war es interessant, Praxisberichte über die technischen und künstlerischen Herausforderungen einer internationalen Langfilm-Produktion aus erster Hand zu erhalten.«

Über den Film:
Mit 100 Jahren tourt Marthe Cohn wie ein Rockstar durch die ganze Welt. Die kleine weißhaarige Frau hat Humor, Charakter und viel Energie. Schnell versteht das Kinopublikum, warum sie damals »Chichinette« (Kleine Nervensäge) genannt wurde. Ihre Vorträge sind unterhaltsam und gespickt mit Pointen. Mit Schlagfertigkeit und Charme fesselt Marthe ihr Publikum - und mit ihrer unglaublichen Lebensgeschichte: Marthe Hoffnung, eine französischen Jüdin aus Metz, die im Krieg ihren Verlobten und ihre Schwester verlor und 1945 entschied, als Spionin für die Alliierten in Nazi-Deutschland ihr Leben aufs Spiel zu setzen und für das Ende des Krieges zu kämpfen. Ihre Mission gelang, doch nach dem Krieg redet sie 60 Jahre lang mit niemandem über ihre Heldentaten. Die Dokumentation erzählt in atmosphärischen, teils animierten Bildern einen beeindruckenden Lebensweg.

Einen Trailer zum Film finden Sie auf Vimeo unter: vimeo.com/456905956

Veranstaltung in Weimar:
»Chichinette - wie ich zufällig Spionin wurde«
Vorführung mit anschließendem Film-Gespräch

mit Regisseurin Nicola Hens und Omar Kamil (Inhaber der Vertretungsprofessur für Geschichte Westasiens am Historischen Seminar der Universität Erfurt)

Zeit:
Donnerstag, 17. September 2020, 19 Uhr

Ort:
Lichthaus Kino, Am Kirschberg 4, 99423 Weimar
www.lichthaus.info
Wir empfehlen die vorherige Reservierung von Karten aufgrund eingeschränkt verfügbarer Sitzplätze. Bitte beachten Sie insbesondere die Hinweise des Kinos zu Hygieneund Sicherheitsmaßnahmen:
www.lichthaus.info/c­orona/

Weitere Filmgespräche:
18.09.2020 LEIPZIG Cinémathèque Leipzig: 19 Uhr - Gast: Regisseurin Nicola Hens
19.09.2020 BERLIN Moviemento: 19 Uhr - Gäste: Regisseurin Nicola Hens und Produzent Amos Geva?
19.09.2020 BERLIN
Central: 20.30 Uhr - Gäste: Regisseurin Nicola Hens und Produzent Amos Geva

»Chichinette - wie ich zufällig Spionin wurde«
D, 2019, 86 min., Franz./Engl. mit dt. UT
Buch & Regie: Nicola Alice Hens
Produktion: Amos Geva
Kamera: Gaetan Varone & Nicola Alice Hens
Animation: Aline Helmcke
Schnitt: Michelle Barbin
Musik: Raphael Bigaud & Vincent David
Sound Design: Thomas Prulière & Fabio Viana Coggiola
Tonmischung: Silvio Naumann
Grading: Christine Hiam
Dramaturgische Beratung: Andres Veiel
Koproduktion: Merovee Films, DFFB, RBB
Executive Producer: Michael Potter & Jonathan & Gail Schorsch
Line Producer: Xenia Thamm

Für Rückfragen steht Ihnen gern Juliane Pielot vom Verleih »missingFILMs« telefonisch unter +49 (0)30 / 283 65 30 oder per E-Mail an presse@missingfilms.de zur Verfügung.



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