Deutsche Gesellschaft für Psychologie ehrt Landauer Wissenschaftler

Gleich zwei Preise konnten Wissenschaftler der Universität in Landau für sich verbuchen: Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DPGs) zeichnete Manfred Schmitt und Benjamin E. Hilbig für ihre herausragenden Leistungen aus. Die Auszeichnungen wurden im Rahmen des 51. Kongresses der DGPs in Frankfurt am Main verliehen.

Würdenträger Schmitt: Nachwuchsförderung

Professor Manfred Schmitt erhält für sein Engagement in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Fach Psychologie den Martin-Irle-Preis. ,,Manfred Schmitt ist ein erstklassiger Mentor, der in einer langen Tradition Studierende, DoktorandInnen und HabilitandInnen dazu befähigt hat, eine wissenschaftliche Laufbahn in der Psychologie einzuschlagen" sagte Conny Herbert Antoni, Präsident der DGPs, in seiner Laudatio. "Er setzt sich außerdem unermüdlich dafür ein, die Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses zu verbessern. Beides macht ihn zu einem herausragenden Preisträger." 

Schmitt ist seit 2004 Lehrstuhlinhaber an der Universität Koblenz-Landau, wo er Diagnostik, Persönlichkeitspsychologie und Forschungsmethoden lehrt. Seine Veranstaltungen werden von Studierenden insbesondere für die hervorragende didaktische Aufarbeitung komplexer Themen geschätzt. Er ist zudem Autor einer Reihe von Lehrbüchern und wird als engagierter und zugewandter Betreuer von Abschlussarbeiten geschätzt. In seinem Mentoringprogramm hat Schmitt 35 Doktoranden und 16 Habilitanden zur Seite gestanden und ihnen zu einem erfolgreichen Einstieg in eine wissenschaftliche Karriere verholfen. Die Jury und den Vorstand der DGPs überzeugten auch seine Bemühungen, an den Universitäten gute Bedingungen für den Start wissenschaftlicher Karrieren zu schaffen. So veranstaltete er eine Reihe nationaler und internationaler Workshops und Mentoring-Programme.

Würdenträger Hilbig: Forschungsprogramm

Für sein international hoch beachtetes, integratives Forschungsprogramm wird der Landauer Psychologieprofessor Benjamin E. Hilbig mit dem Charlotteund Karl-Bühler Preis gewürdigt. ,,Mit Benjamin Hilbig ehren wir einen exzellenten Wissenschaftler, dessen großer Verdienst darin besteht, in seiner Forschung immer wieder eine Brücke zwischen den Teildisziplinen der Psychologie zu schlagen", lobte Präsident Antoni. 

In seiner Forschung beschäftigt sich Hilbig, der seit 2014 die Professur für Kognitive Psychologie an der Universität Koblenz-Landau inne hat, mit einer Bandbreite an Themen aus der Kognitiven und Mathematischen Psychologie, Persönlichkeitspsychologie, Sozialpsychologie, Verhaltensökonomie und Diagnostik. Der gemeinsame inhaltliche Nenner vieler Arbeiten ist die Entscheidungsforschung. Gemeinsam mit Forscherkollegen hat Hilbig viel beachtete Arbeiten zum Persönlichkeitsmerkmal ,,Ehrlichkeit" sowie zum ,,bösen Persönlichkeitsfaktor" publiziert ( darkfactor.org ). Seine Arbeiten zeichnen sich durch einen kreativen Forschungsansatz aus, in dem er, von Simulationsstudien bis zu längsschnittlichen Korrelationsstudien, unterschiedliche Methoden einsetzt, um ein Problem von allen Seiten zu beleuchten.