Corona-Krise im Münsterland

Bernd Blöbaum © privat

Bernd Blöbaum © privat

Wie informieren sich Menschen über Gesundheitsthemen während der Corona-Krise im Münsterland? Ändert sich ihr Verhalten? Wie bewerten sie die Berichterstattung über die Pandemie? Diesen Fragen geht das soeben bewilligte und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 50.000 Euro finanzierte Forschungsprojekt „Gesundheitskommunikation in der Corona-Krise“ („GICK“) am Institut für Kommunikationswissenschaft der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) nach. „Der erste Teil der Online und per Telefon realisierten Befragung läuft bereits und wird in Kürze abgeschlossen sein. Wir werden zeitnah erste Ergebnisse haben“, sagt Bernd Blöbaum, der die Forschungen gemeinsam Volker Gehrau leitet. Eine zweite Erhebung folge im Herbst/Winter 2020.

Die Untersuchung analysiert auf der Basis von repräsentativen Bevölkerungsbefragungen in Münster sowie in den Kreisen Warendorf, Coesfeld, Steinfurt und Borken, welche Medien und sonstigen Quellen zur Information über Gesundheit und medizinische Themen genutzt werden. Dazu wird gefragt, wie die Infos bewertet werden, wie zufrieden die Befragten mit dem regionalen Gesundheitsangebot im Münsterland sind und welchen Einrichtungen bei Gesundheitsfragen vertraut wird.

Das Projekt wurde im Rahmen eines Förderaufrufs des BMBF zur Erforschung von COVID-19 beantragt und ergänzt die seit 2019 laufende Forschung zur Gesundheitskommunikation im ländlichen Raum. Sie ist Teil der Initiative „münster.land.leben“, die ebenfalls vom BMBF gefördert und von der Fachhochschule Münster koordiniert wird. „Zwischen der Antragstellung und Bewilligung lag nicht einmal ein Monat“, sagt Kommunikationswissenschaftler Bernd Blöbaum. Er lobt die „rekordverdächtigen“ Leistungen im Antragsund Begutachtungsprozess bei der Verwaltung der WWU und beim Projektträger, dem Deutschen Zentrum für Luftund Raumfahrt.

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