Autor Steffen Mensching mit Berliner Literaturpreis der Stiftung Preußische Seehandlung geehrt

Der Autor Steffen Mensching ist am Mittwochabend mit dem diesjährigen Berliner Literaturpreis der Stiftung Preußische Seehandlung ausgezeichnet worden. Er erhielt die Ehrung bei einer Feierstunde im Berliner Rathaus aus den Händen von Franziska Giffey, Regierende Bürgermeisterin von Berlin und Vorsitzende des Stiftungsrates der Stiftung Preußische Seehandlung. Im Rahmen der Veranstaltung berief der Präsident der Freien Universität Berlin, Günter M. Ziegler, den Preisträger auf eine Gastprofessur. Steffen Mensching bekleidet damit im Sommersemester 2022 die Gastprofessur für deutschsprachige Poetik am Peter-Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft der Freien Universität Berlin. Die Laudatio auf den Preisträger hielt Dr. h. c. Friedrich Dieckmann. Der Berliner Literaturpreis der Stiftung Preußische Seehandlung ist mit 30.000 Euro dotiert.

Steffen Mensching wurde 1958 in Berlin (Ost) geboren. Bekannt wurde er vor allem durch die Zusammenarbeit mit Hans-Eckardt Wenzel. Ihre Clownsprogramme (u. a. ,,Letztes aus der DaDaeR" 1983 bis 1989) begleiteten die Wende in Ostdeutschland. Seine erste größere Gedichtsammlung ,,Erinnerung an eine Milchglasscheibe" erschien 1979, später folgten Lyrik-Sammlungen und Romane (,,Jacobs Leiter", 2003, ,,Lustigs Flucht", 2005) Rudolf Leonhards ,,Traumbuch des Exils" gab er 2001 im Aufbau-Verlag unter dem Titel ,,In derselben Nacht" heraus. Mensching ist Mitglied des Deutschen PEN und erhielt im November 1989 den Heinrich-Heine-Preis der DDR. Im Juli 2018 erschien sein neuer Roman ,,Schermanns Augen" im Wallstein Verlag. für den er mit dem Erich-Fried-Preis 2019 ausgezeichnet wurde. Seit der Spielzeit 2008/09 ist Steffen Mensching Intendant am Theater Rudolstadt. In Rudolstadt inszenierte er zahlreiche Stücke, als Autor und Regisseur verantwortete Steffen Mensching zuletzt die Wende-Komödie ,,Hilfe, die Mauer fällt" zusammen mit dem Autor Karsten Laske. Er moderiert regelmäßig die Rateshow ,,Was bin ich? " und trat in Molières ,,Der eingebildete Kranke" und in Goethes ,,Faust_Eins", als Schauspieler auf.

Die Jury hatte ihre Ehrung mit den Worten begründet, Steffen Mensching Überzeuge durch seinen Facettenreichtum als Lyriker in den 1980er Jahren, denn so ,,lakonisch er damals die Wirklichkeit der späten DDR in den Blick nahm", erzeuge er eine erzählerische Dichte in seinen Romanen der späteren Jahre wie Jacobs Leiter (2003), Lustigs Flucht (2005) und Schermanns Augen (2018). Steffen Mensching erklärte zur Auszeichnung: ,,Ich bin sehr dankbar für diesen Preis, denn ich fühle mich als Berliner Autor, weniger, weil ich hier geboren wurde, viel mehr, weil der Witz und Jargon der Stadt mein Denken und Sprechen prägten und ihre komplexe und komplizierte Geschichte mich zum Schreiben drängte." Die Jury gehörten Dr. Maike Albath, Claudia Albert, Michael Gamper, Cornelia Geißler und Ernest Wichner an.

Zu den bisherigen Preisträgerinnen, Preisträgern und Dozierenden gehören Herta Müller, Durs Grünbein, Ilija Trojanow, Ulrich Peltzer, Dea Loher, Sibylle Lewitscharoff, Thomas Lehr, Rainald Goetz, Lukas Bärfuss, Olga Martynova, Feridun Zaimoglu, Ilma Rakusa, Marion Poschmann, Clemens J. Setz, Thomas Meinecke und Monika Rinck.

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