Auszeichnung für Göttinger Sozialwissenschaftler

Johannes Becker Foto: Universität Göttingen

Johannes Becker Foto: Universität Göttingen

Dr. Johannes Becker erhält Preis der Deutschen Gesellschaft für Soziologie

Der Sozialwissenschaftler Dr. Johannes Becker von der Universität Göttingen hat den Thomas A. Herz-Preis für qualitative Sozialforschung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (DGS) erhalten. Die DGS ehrt ihn für seine Untersuchungen zu sozio-historischen Wandlungsprozessen im Nahen Osten, die er aus Sicht der Alltagshandelnden und vor dem Hintergrund von familienund lebensgeschichtlichen Verläufen analysiert. In mehrjähriger Forschung in Jerusalem und Jordanien hat er historische Analysen mit Ansätzen der soziologischen Biografieforschung sowie der Stadtund der Migrationssoziologie verbunden. Becker ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Methodenzentrum Sozialwissenschaften der Universität Göttingen. Die Auszeichnung wurde während der Eröffnungsveranstaltung des 40. DGS-Kongresses verliehen, der in diesem Jahr virtuell stattfand.

Becker studierte an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universität Freiburg und der School of Oriental and African Studies in London. Im Jahr 2017 wurde er an der Universität Göttingen promoviert. Für seine Doktorarbeit über lebensgeschichtliche und alltägliche Verortungen in der Jerusalemer Altstadt verlieh ihm die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Vorderer Orient (DAVO) den Preis für die beste Dissertation im Bereich der gegenwartsbezogenen Nahostforschung. Am Methodenzentrum Sozialwissenschaften koordiniert Becker zurzeit das Forschungsprojekt -Dynamische Figurationen von Flüchtlingen, Migranten und Altansässigen in Jordanien seit 1946: Zwischen erfolgreichem und konfliktreichem Zusammenleben?-.

Mit dem Thomas A. Herz-Preis prämiert die DGS junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die einen innovativen Beitrag zur qualitativen Sozialforschung und zur empirisch fundierten Theoriebildung leisten, sich nach der Promotion über einschlägig publizierte Aufsätze weiterhin wissenschaftlich ausweisen und in ihren Arbeiten auch die soziale Realität außereuropäischer Gesellschaften in den Blick nehmen. Weitere Informationen sind unter soziologie.de/dgs/pr­eise/thomas-a-herz-preis zu finden.


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